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Matusche, Alfred

* 8.10.1909, † 31.7.1973
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater Mechaniker; Volksschule, daneben Arbeit als Botenjunge; Schlosserlehre; Studium an einer TH, 1927 abgebrochen; Wanderschaft durch Dtl. u. die Schweiz, Besuch u. a. bei Hermann Hesse, Anregungen durch Expressionisten, erste Gedichte u. Hörspiele für den Sender Leipzig; Inszenierungen an versch. Arbeitertheatern; Kontakte zur KPD; 1933 aus pol. Gründen Beendigung der Arbeit beim Rundfunk; danach illeg. pol. Arbeit; Vernichtung seiner Manuskripte bei einer Hausdurchsuchung; Arbeit als Schlosser u. Tischler in Schlesien, ab 1942 wieder in Leipzig.
Ab 1945 wieder für den Sender Leipzig tätig; schrieb ab 1951 seine wesentl. Werke; ab 1969 freischaff., überwiegend für Theater u. TV, u. a. »Die Dorfstraße« (Schauspiel, 1955), »Nacktes Gras« (Drama, 1958), »Der Regenwettermann« (Fernsehspiel, 1963), »Kap der Unruhe« (Schauspiel, 1970); A. M.s Werke wurden selten aufgeführt, er lebte daher in ständ. sozialer Unsicherheit; 1973 später Erfolg mit der Aufführung des Dramas »Van Gogh« in Karl-Marx-Stadt; 1973 Lessing-Preis; lebte in Portitz (b. Leipzig), im Raum Berlin u. in Karl-Marx-Stadt; gest. in Karl-Marx-Stadt.

Publ.: Dramen. Berlin 1971; Welche von den Frauen u. andere Stücke. Berlin 1979.
Sek.-Lit.: Trilse, Ch.: A. M. In: Autorenkoll. unter Ltg. von Geerdts, H. J. Lit. der DDR. Einzeldarstellungen. Bd. 2. Berlin 1974; Serke, J.: Zuhause im Exil. München 1998.
BRB

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