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Berghaus, Ruth

* 2.7.1927, † 25.1.1996
Regisseurin, Choreographin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Volksschule, Gymnasium; 1944 Mitgl. der NSDAP.
Studium an der  Palucca-Schule Dresden; Mstr.-Schülerin von  Wolfgang Langhoff an der DAK, prägende Begegnung mit  Bertolt Brecht; 1951 – 64 Regieassistentin u. Choreographin an der Palucca-Schule, an versch. Berliner Bühnen (u. a. Dt. Theater, Theater der Freundschaft); 1954 Heirat mit  Paul Dessau; 1962 SED; 1964 – 77 am Berliner Ensemble (BE), 1970 stellv. Intendantin, Juli 1971 – April 1977 Intendantin des BE (Nachf. von  Helene Weigel); Inszenierungen hier u. a: 1968 »Viet Nam Diskurs« (Peter Weiss); 1974 »Die Mutter« (B. Brecht), gleichz. an der Dt. Staatsoper: 1966 »Puntila« (Paul Dessau), 1967 »Elektra« (Richard Strauss); 1972 Mitgl. der AdK; 1977 Regisseurin an der Dt. Staatsoper, Inszenierungen hier u. a.: 1979 »Das Rheingold« (Richard Wagner), 1983 »Die Verurteilung des Lukullus« (Paul Dessau), 1985 »Don Giovanni« (Mozart); 1973 VVO; 1978 Mitgl. des Präs. der AdK; 1974 u. 1987 NP; 1988  Konrad Wolf Preis der AdK; Gastinszenierungen u. a. in Wien, Paris, Cardiff, Mannheim, Freiburg i. Br.
1990 Mitgl. der PDS; Regie- u. Choreographiearbeiten an der Dt. Oper Berlin; gest. in Zeuthen (b. Berlin).

Publ.: Berliner Lektionen 1988. Berlin (West) 1989 (Mitautorin).
Sek.-Lit.: Neef, S.: Das Theater der R. B. Berlin 1989; Bertisch, K.: R. B. Berlin 1990; Matussek, M.: Die Luxusdissidentin. Über die Regisseurin R. B. In: ders.: Palasthotel Zimmer 6101. Hamburg 1991; Gropp, U. (Regie): Anfänge – ein Regiekurs bei R. B. Berlin (SFB) 1994; Holtz, C.: R. B. Ein Porträt. Hamburg 2005.
BRB

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