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Mayer, Georg

* 26.12.1892, † 21.6.1973
Wirtschaftswissenschaftler, Rektor der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Horb am Neckar; Vater Rechnungsrat; Realgymnasium; 1911 – 21 Studium der Wirtschaftswiss. sowie Staats- u. Rechtswiss. an den Univ. Tübingen, Halle, Würzburg u. Gießen; 1914 – 18 Militärdienst; 1919 – 27 DDP; 1921 Prom. mit einer Diss. zur Freihandelslehre in Dtl.; anschl. wiss. Assistent an der Univ. Gießen; 1928 Habil. auf dem Gebiet der wirtschaftl. Staatswiss., bis 1933 Privatdoz. der Univ. Gießen; 1931 Mitbegr. der »Arbeitsgemeinschaft zum Studium der sowjetruss. Planwirtschaft«; 1933 von der Univ. aus pol. Gründen entlassen, verhaftet u. 1934 wegen Verstoßes gegen das »Heimtückegesetz« zu drei Mon. Gefängnis verurteilt; danach Repetitor u. Privatgelehrter für Volkswirtschaftslehre in München; 1939 Angest. der Reichsstelle für Lederindustrie in Berlin; 1941 Wehrmachtsbeamter auf Kriegsdauer; 1945/46 Gefangenschaft.
1946 wiss. Berater der Hess. Landesreg. für Fragen der Sozialisierung; 1947 Berufung an die Univ. Leipzig als Prof. mit Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung der Weltwirtschaftslehre u. Agrargeschichte; Übersiedl. in die SBZ; SED; 1948/49 Dir. des Weltwirtschaftsinst. an der Wirtschafts- u. Sozialwiss. Fak.; bis 1951 zugl. Kodir. des Planökon. Inst. der Ges.-Wiss. Fak.; 1948 Prorektor, 1950 – 63 Rektor der Univ. Leipzig (ab 1953 KMU) (Nachf. von Julius Lips); ab 1952 zugl. Dir. des Inst. für Agrarwesen/Agrarökon. an der Landw.-Gärtner. Fak.; 1950 – 67 Abg. der Volkskammer, bis 1954 Mitgl. im Rechtsaussch.; 1956 – 63 Vors. der Rektorenkonferenz der DDR; 1962 – 64 Präs. der Dt.-Frz. Ges. in der DDR; 1963 em.; 1957 u. 1959 VVO; KMO; Dr. h. c. der Univ. Leipzig.

Sek.-Lit.: Zum Leben u. Wirken von G. M. Ein Vermächtnis für die soz. Univ. In: Wiss. Ztschr. der KMU Leipzig, Ges.- u. Sprachwiss. Reihe (1977) 6.
JaW

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