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Mehlhorn, Ludwig

* 5.1.1950, † 3.5.2011
Bürgerrechtler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bernsbach (Erzgeb.); Vater Werkzeugmacher, Mutter Sparkassenangest.; 1969 Abitur; 1969 – 74 Studium der Mathematik an der Bergakad. Freiberg; anschl. bis 1985 Programmierer im Rechenzentrum der HfÖ Berlin; seit 1969 Mitarb. bei der Aktion Sühnezeichen u. in der Ev. Studentengemeinde, Begegnungsarbeit mit Polen; seit 1975 Mitarb. in versch. Friedens- u. Menschenrechtskrs.; 1977 Haussuchung u. Verhöre durch das MfS; 1981 – 87 Auslandsreiseverbot; 1984 Verweigerung des Reservistenwehrdienstes; 1985 Berufsverbot, dann Hilfspfleger für geistig behinderte Kinder in der Stephanusstiftung Berlin; 1986 Mitinitiator des Antrags auf »Absage an Praxis u. Prinzip der Abgrenzung« an die Synode der Ev. Kirche Berlin-Brandenb. u. die Bundessynode, Mitbegr. des gleichnamigen opp. Arbeitskrs.; Hrsg. u. Autor illeg. Publ., u. a. »Aufrisse«, »Spuren«, »ODER«; Übersetzungen aus dem Poln.; 1987 – 89 Veranstalter von liter. Lesungen in Privatwohnungen (gem. mit  Stephan Bickhardt); Sept. 1989 Mitbegr. der Bürgerbew. Demokratie Jetzt (DJ), 1990 DJ-Mitarb.; Mitarb. in versch. ehrenamtl. Gremien, u. a. Stiftung Kreisau für europ. Verständigung, Heinrich-Böll-Stiftung.
1991 Ref. im Min. für Bildung, Jugend u. Sport des Landes Brandenb.; seit 1992 Studienltr. für den Bereich Osteuropa an der Ev. Akad. Berlin; 2010 Dankbarkeitsmedaille des Europäischen Solidarność-Zentrum Gdańsk; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Findeis, H., Pollack, D., Schilling, M.: Die Entzauberung des Pol. Berlin, Leipzig 1994; Kowalczuk, I.-S.: Für ein freies Land mit freien Menschen. Berlin 2006.
HME; JaW

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