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Meißer, Otto Franz

* 19.6.1899, † 23.7.1966
Geophysiker, Rektor der Bergakademie Freiberg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Apolda; Vater Postsekretär; Schulbesuch in Weimar, 1919 Abitur; Studium der Physik u. Math. in Jena, 1923 Prom.; 1923 – 40 wiss. Mitarb. u. später Regierungsrat in der Reichsanstalt für Erdbebenforschung Jena; 1928 Habil. u. Privatdoz. an der Univ. Jena; 1933 NSDAP u. SA; 1939 außerord. Prof. für Geophysik an der Univ. Jena; 1940 außerord. Prof. für angew. Geophysik u. Dir. des Inst. für Angew. Geophysik an der Bergakad. Freiberg; 1941 – 44 Militärdienst.
1945 Entlassung von der Bergakad. u. aus dem Staatsdienst, Mitarb. des Techn. Büros für Buntmetalle der SMAD in Freiberg; 1947 – 50 Berater des Bergbaumin. in Jugoslawien; 1950 in Göttingen; 1951 erneute Berufung an die Bergakad. Freiberg u. bis 1964 dort Prof. für angew. Geophysik; 1955 – 57 Rektor der Bergakad. (Nachf. von  Helmut Kirchberg); 1957 ord. Mitgl. der DAW, 1957 – 63 Sekretar der Klasse Bergbau, Hüttenwesen u. Montangeologie; 1964 Dir. des Inst. für Geodynamik der DAW in Jena; Mitgl. im Forschungsrat der DDR u. im Nationalkomitee für Geophysik u. Geodäsie der DDR, Mitgl. der European Association of Explorative Geophysicists, Mitgl. der Seismological Sociecty of America; 1960 VVO; 1966 Ehrensenator der Bergakad. Freiberg; gest. in Freiberg, beigesetzt in Jena.
Forschungsschwerpunkte: Seismik (Tiefenseismik u. Erschütterungsmeßtechnik), Gravimetrie, Magnetik, Geoelektrik, Geothermie, Geodynamik (rezente Krustenbewegungen), Ingenieurgeophysik; Entwicklung Geophysikalischer Geräte wie Schlauchwaage, Seismometer, Tellurik-Apparaturen; mehr als 120 Veröffentl.

Publ.: Prakt. Geophysik für Lehre, Forschung u. Praxis. Dresden u. Leipzig 1943; Schlauchwaage nach O. M. Jena 1956.
Sek.-Lit.: O. M. Gedenkkolloquium zum 80. Geburtstag. Freiberger Forschungsheft C 356, Leipzig 1980; Freiberger Forschungsheft D 210, Freiberg 2002.
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