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Minetti, Hans-Peter Theodor

* 21.4.1926, † 10.11.2006
Schauspieler, Präsident des Verbands der Theaterschaffenden, Rektor der Hochschule für Schauspielkunst Berlin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Schauspieler Bernhard M.; Volksschule, 1936 – 43 Realgymnasium Berlin-Steglitz; 1940 – 45 HJ; 1943/44 RAD, Luftwaffenhelfer, 1944/45 Wehrmacht, Gefr. (Kanonier).
1946 KPD/SED; Studium der Philos. u. Kunstgeschichte in Kiel (1945/46), Berlin (1947) u. Hamburg (1947/48); 1945/46 Mitgl. der KPD-Ltg., Sekr. der KPD-Studentengr. der Univ. Kiel; Jan. – Dez. 1947 Mitarb. des ADN; 1948 Lehrgang an der PHS in Liebenwalde; 1948 – 50 Studium am Dt. Theaterinst. Weimar; Auftritte an Studentenbühnen; 1950/51 Mitgl. des Jungen Ensembles in Weimar, 1951 – 53 Engagement am Mecklenb. Staatstheater Schwerin; 1952 – 56 am Maxim-Gorki-Theater Berlin; 1954 Auszeichnung als »Partisan des Friedens« (WBDJ); ab 1954 Darsteller in Film u. Fernsehen, so in  Kurt Maetzigs Thälmann-Filmen (1954/55),  Konrad Wolfs »Lissy« (1957), Achim Hübners »Dr. Schlüter« (TV, 1965/66),  Frank Beyers »Spur der Steine« (1966), »Ich – Axel Caesar Springer« (TV, 1970), »Martin Luther« (TV, 1983), »Johann Sebastian Bach« (TV-Koprod. mit Ungarn, 1983) u. a.; 1953 Kand., 1955 – 63 Mitgl. des ZR der FDJ; 1956 – 59 am Dt. Theater Berlin; danach Bühnenrollen an der Volksbühne, am Berliner Ensemble, der Dt. Staatsoper; 1958 Mitgl. des Dt. Friedensrats; 1958 – 86 Kand., 1986 – 89 Mitgl. des ZK der SED; ab 1959 Schauspieler im DEFA-Studio Babelsberg; 1959 Verdienstmedaille der NVA; 1965 Banner der Arbeit; 1966 NP (im Koll.); 1966 – 74 Vors. der Gewerkschaft Kunst; 1975 Mitgl. des Präs. der Liga für Völkerfreundschaft; 1975 – 81 Dir. der Staatl. Schauspielschule »Ernst Busch« Berlin (Nachf. von  Rudolf Penka); 1978 Goethe-Preis; 1979 NP; 1980 Prof.; 1981 Kunstpreis der Stadt Rostock; 1981 – 87 Rektor der HS für Schauspielkunst Berlin; 1984 – 89 Mitgl. der Kulturkommission beim PB des ZK der SED; gleichz. Präs. des Verb. der Theaterschaffenden (Nachf. von  Wolfgang Heinz); 1986 VVO; seit 1987 freischaff. Schauspieler; gest. bei einem Kurzaufenthalt in Cheb (Tschechien).

Publ.: Erinnerungen. Berlin 1997.
Sek.-Lit.:  Creutz, L.: H.-P. M. Berlin 1962.
BRB

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