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Mitter, Armin

* 1.5.1953
Historiker, Mitbegründer des Unabhängigen Historiker-Verbandes

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schönbach (Sachsen), Vater Dipl.-Agrarökon., Mutter Handelskauffrau u. selbständige Unternehmerin; 1971 Abitur, 1971 – 73 Grundwehrdienst, 1973 – 78 Studium der Geschichte an der HU Berlin; 1988 Diss. über die poln. Frage in der dt. Pol. gegenüber Rußland u. Österreich-Ungarn 1904 – 14; 1979 – 90 wiss. Mitarb. am ZI für Geschichte bzw. am Inst. für Allg. Geschichte der AdW; Jan. 1990 Initiator (gem. mit  Stefan Wolle) der Gründung des Unabh. Hist.-Verb. (Konstituierung im April 1990); Jan. 1990 Sachverständiger der Arbeitsgr. Sicherheit des Zentr. Runden Tisches; Mitgl. des Bürgerkomitees Normannenstraße; im März 1990 gem. mit Stefan Wolle Veröff. der ersten Dokumentation von Befehlen u. Berichten des MfS (Absatz von 200.000 Exemplaren binnen weniger Tage); März – Okt. 1990 Arbeitsgr.-Ltr. des Staatl. Komitees für die Auflösung des ehem. MfS/AfNS.
Okt. 1990 Mitarb. beim Bundesbeauftr. für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. DDR; nach Veröff. seiner Auffassung, wonach IM-Tätigkeit des Synodalen u. letzten Min.-Präs. der DDR,  Lothar de Maizière, erwiesen sei, sowie öffentl. Kritik an einer diesbzgl. Interpret. durch den Bundesinnenmin. Wolfgang Schäuble im März 1991 fristlos entlassen; anschl. bis Jan. 2000 Assistent am Inst. für Geschichtswiss. der HU Berlin; seit 2001 freischaffend; 1991 – 94 sachverständ. Mitgl. in der Enquete Kommission des Dt. Bundestags für d. »Aufarbeitung von Gesch. u. Folgen d. SED-Diktatur in Dtl.«; Mitgl. d. Fachbeirats Wiss. d. Stiftung zur Aufarb. d. SED-Diktatur.
Arbeitsgebiete: osteurop. Geschichte u. Geschichte der Beziehungen Dtl. zu Ost- u. Ostmitteleuropa.

Publ.: »Ich liebe Euch doch alle!« Berlin 1990 (Hrsg. mit S. Wolle); Die Gestaltung der dt. Einheit. Bonn 1992 (Hrsg. mit E. Jesse); Untergang auf Raten. München 1993 (mit S. Wolle); Der Tag X – 17. Juni 1953. Berlin 1995 (Hrsg. mit I.-S. Kowalczuk / S. Wolle); Brennpunkt 13. August 1961. Berlin 2001.
ISK

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