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Müller, Fred (eigtl.: Otto Müller)

* 8.7.1913, † 11.10.2001
Leiter des Deutschen Sportausschusses

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Pawlowsk (Rußland); Vater Kaufmann u. Inh. eines orthopäd. Schuhgeschäfts in St. Petersburg, Mutter Russin; 1914 mit Kriegsbeginn Internierung im Gebiet Kamischlowsk / Ural; 1917 Rückkehr nach Petrograd; 1920 Übersiedl. nach Frankfurt (Main); Volks- u. Oberschule; 1931 Lehre als Orthopädie-Mechaniker; 1932 KPD; ab 1933 illeg. Tätigkeit; 19.6.1935 Verhaftung, 6.11.1935 Verurteilung »wg. Vorbereitung zum Hochverrat«, 2 Jahre Gefängnis in Preungesheim u. KZ Papenburg (»Moorsoldaten«); Mai 1937 Entlassung, Emigr. über Paris nach Spanien; Mitgl. der XI. Internat. Brigade (Polit-Delegierter des Bataillons »12. Februar«); Sommer 1938 Teiln. an der Ebro-Schlacht; Jan. 1939 Rückkehr nach Frankreich, Internierung in der Hospitalsiedl. Clairvivre; 1940 Lager Ilot I; 1941 Auslieferung an Dtl., Verurteilung zu 5 Jahren Zuchthaus, Strafverbüßung in Ludwigsburg (Entschärfung von Blindgängern).
1945 Rückkehr nach Frankfurt (Main); Ltr. der KPD-Org. Riederwald; Vertreter der KPD in der Entnazifizierungskommission für Gesamtdtl.; 1946 Flucht in die SBZ mit V-Männer-Kartei u. Wechsel des Vornamens in »Fred«; 1946 – 48 Aufbau, Ltr. u. Referent der Landesjugendschule der FDJ auf Schloß Semper bei Lietzow (Rügen), in Burg Stargard bzw. Teterow; 1948 Vors. des FDJ-LV Mecklenburg-Vorpommern (Nachf. von  Waldemar Borde); 1949 Politchef der Landesbehörde der DVP in Schwerin; 1949 / 50 Lehrgang an der SED-PHS Kleinmachnow; danach kommissar. Kadersekr. des FDJ-ZR; 31.10. – 15.12.1950 Ltr. der ersten dt. Sportlerdeleg. in die UdSSR; 1951 – 53 Ltr. des Dt. Sportaussch. (Nachf. von  Ernst Horn); 1951 Verantw. für die Akadem. Sommerspiele während der III. Weltfestspiele in Berlin; 1953 – 57 1. Sekr. der BPO der Horch- bzw. Sachsenring-Werke Zwickau; 1957 Stellv. Ltr. der pol. HV der Dt. Grenzpolizei; 1960 – 62 Studium am IfG beim ZK der SED in Berlin, Dr. phil.; 1962 Habil.; 1963 Prof., Lehrstuhl für marx.-len. Ethik an der HU Berlin; 1965 – 67 Berater des kuban. Erziehungsmin. bei der Einführung des gesellschaftspolit. Studiums; 1959 – 67 Präs. des Dt. Sportverb. für Modernen Fünfkampf; 1959 – 67 Mitglied des DTSB-Bundesvorst.; 1967 Dr. rer. oec.; 1967 – 76 Prof. für Histor. Materialismus, zeitw. Prorektor der HU Berlin; 1976 em.; 1959 u. 1965 VVO; gest. in Berlin.

VoK

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