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Müller, Gerhard

* 4.2.1928
1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Erfurt

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz; Vater u Stiefvater Arbeiter, Mutter Kaffeeköchin; 1934 – 41 Volksschule in Bad Brambach; 1942 – 44 HJ, Oberkameradschaftsführer; kommis. Gefolgschaftsführer; 1942 Handelsschule in Oelsnitz (Vogtl.); 1942 – 45 Lehrerbildungsanstalt in Auerbach (Vogtl.), ohne Abschl.; 1945 RAD, Arbeitsmann; Landarb. in Landwüst (Vogtl.).
1946 SPD/SED; 1946 Neulehrerausbildung in Bad Elster; 1946 – 48 Neulehrer; 1948 – 50 Schulltr. in Breitenfeld (Vogtl.); 1950 KPS in Schilbach; 1950 – 52 Krs.-Ausbildungsltr. u. stellv. Krs.-Schulrat, 1952/53 Krs.-Schulrat beim Rat des Krs. Oelsnitz; 1953 – 55 PHS, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1955 – 65 Sekr. für Kultur u. Erziehung der SED-BL Neubrandenb. (Nachf. von Walter Genz), anschl. Ltr. der Abt. Schulen, Fach- u. Hochschulen; 1964 – 66 Fernstudium an der FS für Landw. in Tollenseheim, staatl. gepr. Landwirt; 1965 – 74 1. Sekr. der KL Neubrandenb. u. Mitgl. des Sekr. der SED-BL Neubrandenb. (Nachf. von  Hans Gerlach); dort 1974 – 80 2. Sekr. (Nachf. von Gerhard Zettler); 1980 – 11.11.1989 1. Sekr. der SED-BL Erfurt (Nachf. von  Alois Bräutigam); 1981 – 3.12.1989 Mitgl. des ZK der SED; 1981 – 16.11.1989 Abg. der Volkskammer; 1985 – 8.11.1989 Kand. des PB des ZK der SED; 1978 VVO; 1984 KMO; 1988 Held der Arbeit; 3.12.1989 aus der SED ausgeschl.; 1.6.1990 Anklage wegen »mehrf. Vertrauensmißbrauchs, Anstiftung zu Untreue u. Diebstahl«, zehn Mon. U-Haft.
20.2.1992 zu acht Mon. Freiheitsstrafe verurteilt, durch U-Haft abgegolten; Mitgl. der DKP; lebt in Neubrandenburg.

Sek.-Lit.: Mestrup, H.: »Wir können ja offen reden ?« Erfurt 1997.
HME

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