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Müller, Helmut

* 12.6.1930
SED-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Reichenberg (ČSR / Liberec, Tschechien); Vater Textilarb.; Besuch der Volks- u. Hauptschule in Kratzau (ČSR); 1944 – 46 Drogistenlehre in Reichenberg.
Jan. 1946 Umsiedl. in die SBZ; FDJ; 1946 – 48 Bauarb. in Merkers (Thür.); 1947 SED; 1948/ 49 Sekr. für Junge Pioniere der FDJ-KL Eisenach; April 1948 Lehrgang FDJ-Landeshelferschule der Kindervereinigungen Thür. (Vorläufer der Pionierorg.); 1949/50 stellv. Abt.-Ltr. für Junge Pioniere im Landesvorst. Thür.; Juli 1950 dort Sekr. für Studenten (Nachf. von  Kurt Turba); 1950/51 Sekr. der FDJ-LL Thür.; 1951/52 Besuch der Komsomol-HS in Moskau; 1952 – 55 1. Sekr. der FDJ-BL Gera; Mitgl. der SED-BL Gera u. Abg. des Bez.-Tags; 1954/55 Kand. des Büros der SED-BL Gera; 1955 – 66 Sekr. des ZR der FDJ u. Mitgl. des Büros des ZR der FDJ, dort u. a. Ltr.-Abt. Verbände/Org.-Fragen; ab März 1957 Sekr. für Kader; ab Mai 1959 Agit.-Prop.-Sekr.; 1960 – 62 Fernstudium an der KMU Leipzig; 1958 – 67 Abg. der Volkskammer; 1971 – 76 Berliner Vertreter in der Volkskammer u. Mitgl. des Jugendaussch.; 1966 – 71 Ltr. der Abt. Parteiorgane in der SED-BL Berlin (Nachf. von  Siegfried Lorenz); seit 1971 2. Sekr. der SED-BL Berlin (Nachf. von  Konrad Naumann); seit 1967 Mitgl. der Stadtverordnetenvers. Berlin.; 1975 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; ab 1976 Mitgl. des ZK der SED; 1965 u. 1978 VVO; 1969 u. 1973 Banner der Arbeit; 1980 Stern der Völkerfreundschaft; 1987 Held der Arbeit; Ende Nov. 1989 Rücktritt als 2. Sekr. der BL; dann bis Jan. 1990 Mitarb. der BL; März – Juni 1990 Lagerarb. im HO-Großhandel Schuhe; seit Juli 1990 Vorruhestand.
Juni 1991 Austritt aus der PDS; Sept. 1993 Prozeß vor der Zivilstrafkammer des LG Berlin, Anklage wegen »Anstiftung zur Wahlfälschung«, Verurteilung zu einem Jahr Freiheitsentzug auf Bewährung; lebt in Berlin.

Publ.:  Wendejahre 1949 – 89. Berlin 1999.
AnH; HME

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