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Müller-Mertens, Eckhard

* 28.8.1923, † 14.1.2015
Historiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater KPD-Funktionär, 1933 Emigr. nach Schweden, wo er auch nach 1945 verblieb, Mutter Lehrerin; 1939 – 41 kfm. Lehre; 1941 – 45 Wehrmacht u. Gefangenschaft.
1945 Abitur in Oslo; 1949 SED; 1946 – 51 Studium der Geschichte, Soziol. u. Philos. an der HU Berlin; 1951 Prom. über Herrschaftsverhältnisse in brandenb. Dörfern nach 1375; ab 1952 Lehrtätigkeit an der HU Berlin, 1953 auch an der PH Potsdam; 1956 Habil. mit Untersuchungen zur Geschichte brandenb. Städte im Mittelalter; 1956 Doz.; 1956 – 58 Revisionismusvorwürfe; 1960 Prof. mit Lehrauftrag; 1964 Prof. mit vollem Lehrauftrag; 1968 ord. Prof.; 1963 – 68 Fachrichtungsltr. Geschichte an der HU Berlin, 1963 – 88 Ltr. des Bereichs Mittelalter; seit 1966 Ltr. des Langzeitvorhabens »Monumenta Germaniae Historica«; 1966 – 90 Vors. der Hansischen Arbeitsgemeinschaft in der DDR; Mitgl. versch. internat. Fachgremien, u. a. Ehren-Mitgl. der »Commission internationale pour l’histoire des villes«; 1987 NP; 1988 em.; Dez. 1989 Austritt aus der SED; lebte zuletzt in Berlin.
E. M.-M. gehörte zu den Begründern einer marxist. Mediävistik in der DDR; er war einer der ersten Hochschulangeh. überhaupt, die auf dieser Grundlage lehrten; darüber hinaus gilt er als einer der anerkanntesten Mediävisten.
Bibliogr.: Engel, E. (Hrsg.): Hansische Stadtgeschichte u. brandenb. Landesgeschichte. Fs. zum 65. Geb. von E. M.-M. Weimar 1989.

Publ.: Das Zeitalter der Ottonen. Berlin 1955; Karl der Große, Ludwig der Fromme und die Freien. Berlin 1963; Regnum Teutonicum. Berlin 1970; Feudalismus. Berlin 1985 (Hrsg.); Reichsintegration im Spiegel der Herrschaftspraxis Kaiser Konrad II. Weimar 1992; Pol. Wende und dt. Einheit. Berlin 1997; Konzeptionelle Ansätze der Hanse-Historiogr. Erlangen 2003 (Mithrsg.).
ISK

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