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Nachbar, Herbert

* 12.2.1930, † 25.5.1980
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Greifswald; Vater Fischer; 1936 – 44 Volksschule in Wolgast; 1950 Abitur in Rostock; Stud. der Med. an der HU Berlin, Abbruch nach zwei Semestern; bis 1953 Lokalred. u. Reporter versch. Berliner Tageszeitungen; 1953 – 57 Lektor für den Aufbau-Verlag; ab 1957 freier Schriftsteller; 1957 Heinrich-Mann-Preis für den ersten Roman »Der Mond hat einen Hof« (1956); lebte 1957 – 59 auf der Insel Ummanz, danach in Graal-Müritz u. Berlin; 1968 Chefdramaturg am Volkstheater Rostock; 1969 Dramaturg beim DFF; SED; Mitgl. des Vorst. des SV u. des Präs. des P.E.N-Zentrums der DDR, zeitw. Abg. des Kreistags Rostock-Land.
Verfasser von Romanen, Erzählungen u. Drehbüchern, die sich durch präzise Charakter- u. Milieustudien auszeichnen; das Werk ist eng mit der Ostseelandschaft verbunden; geht in frühen Texten von einer natürl. Entw. der Gesell. in den Sozialismus aus (»Die Hochzeit von Länneken«, 1960), in späteren Werken sind nordische u. Sagen des Ostseeraums verarbeitet (»Pumpendings seltsame Reise. Irrfahrt u. Gleichnis«, 1976); erzählt wird in einer klaren, sinnl.-phantast. Sprache, die Bezüge zur Romantik aufweist.
1961 Lit.-Preis des FDGB; 1966 Johannes-R.-Becher-Med.; 1976 NP; 1980 VVO; nach langer Krankheit gest. in Berlin.

Publ.: u. a. Die gestohlene Insel. Eine Robinsonade. Berlin 1958; Haus unterm Regen. Berlin 1965; Die Million des Kurt Brümmer. Rostock 1971; Dunkler Stern. Berlin 1973; Keller der alten Schmiede. Berlin 1979.
Sek.-Lit.: Killy, W. (Hrsg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke dt. Sprache. Berlin 1998.
ChK

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