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Nelles, Johannes

* 25.11.1910, † 7.5.1968
Chemiker, Direktor der Buna-Werke

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Frankfurt (Main); Vater Angest. bei der Straßenbahn; 1929 – 33 Studium der Chemie in Frankfurt (Main); 1933 Prom. bei Julius v. Braun; ab 1935 zunächst Mitarb., dann Ltr. des Hauptlabors der Farbenwerke der Bayer AG in Leverkusen; 1941 Versetzung in die Buna-Werke nach Schkopau; Aufbau u. ab 1942 Ltg. des dortigen wiss. Labors; renommierter Spezialist für Kautschuksynthesen.
Frühj. 1945 Mitgl. im Antifa-Aussch. der Buna-Werke; dann kurzz. Aufenthalt in der amerik. Besatzungszone; nach der Rückkehr in die SBZ von der SMAD im Nov. 1945 zum Werkltr. der Buna-Werke ernannt; 1949 NP; 1949/50 Abg. des Volksrats bzw. der (Prov.) Volkskammer; 1951 NP; 1952 Dr. h. c. der Univ. Halle; 1953 Ord. Mitgl. u. 1956 Prof. der DAW; zugl. Prof. für organ. Technol. an der TH für Chemie Leuna-Merseburg; Mitgl. des akad. Senats der MLU Halle; 1954 Gründungsmitgl. der Ges. zur Verbreitung wiss. Kenntnisse, der späteren Urania in Halle; VVO; 1957 Gründungsmitgl. u. bis 1966 stellv. Vors. des Forschungsrats der DDR; Ltr. der DDR-Delegation in der RGW-Arbeitsgr. Synthese-Kautschuk; Jan. 1967 nach Differenzen mit der SED-Führung Rücktritt von der Werkltg. als damals dienstältester Werkdir. in der DDR.
Seit 1998 vergibt die Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH jährl. den Prof.-J.-N.-Preis für innovative Leistungen in der Polymerforsch. u. Kunststoffanwendung.

Sek.-Lit.: »Nelles-Fibel«. Fs. zum 20jährigen Jubiläum von Prof. Nelles als Dir. des Buna-Werkes. Halle 1965.
JaW

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