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Besenbruch, Walter

* 25.12.1907, † 23.6.2003
Philosoph

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wuppertal-Barmen; Vater Bandwirker; 1914 – 28 Grundschule u. Realgymnasium mit Abitur; 1929 – 32 Studium der Geschichte u. Philos. in Berlin u. Kiel, Abbruch des Studiums aus Geldmangel; 1930 KPD; ab 1932 wiederholte Verhaftungen u. Gefängnisstrafen; 1935 wegen antifasch. Aktivitäten Verurteilung zu einer Haftstrafe von 12 Jahren, Zuchthaus Hamburg-Fuhlsbüttel, anschl. KZ Moorlager Emsland.
1945 – 47 Polizeipräs. von Merseburg; 1948 wiss. Aspirantur an der MLU Halle; 1949/50 Dozentenlehrgang an der PHS; 1950 – 53 Hauptred. der SED-Ztschr. »Einheit«; gleichzeitig Lehraufträge für dialekt. u. histor. Materialismus an der HU Berlin; 1953 Wahrnehmungsprof. mit Lehrauftrag für »Philosoph. Ästhetik«; 1956 Prom. mit der Schrift »Zum Problem des Typischen in der Kunst«; 1956/57 im Kontext des XX. Parteitags der KPdSU Konflikte wegen krit. Veröff.; ab 1959 Prof. mit Lehrauftrag für Ästhetik u. Kulturpolitik, 1964 invalidisiert, 1973 em.
B. war u. a. Lehrer von  Rudolf Bahro, der ihn eine »moralische Instanz« nannte.

Publ.: Zum Problem des Typischen in der Kunst. Weimar 1956; Dialektik u. Ästhetik. In: 2. Theoret. Konferenz im Inst. für Angewandte Kunst. Berlin 1958.
Sek.-Lit.: Herzberg, G.: Schwierigkeiten mit der Erinnerung. Porträt des Kommunisten u. Philosophen W. B.: In: Ders.: Aufbruch u. Abwicklung. Berlin 2000; Panitz, E.: Gedenkrede für W. B. vom 14.7.2003 (unveröff. Manuskript).
HCR

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