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Noack, Kurt

* 22.1.1888, † 10.11.1963
Botaniker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Stuttgart; Vater Chemiker u. Fabrikant; 1906 Abitur am Karlsgymnasium Stuttgart; 1906 – 09 Studium der Medizin u. Naturwiss. in Tübingen u. München, ärztl. Vorexamen; 1909 – 12 Studium der Botanik u. Chemie in London, Berlin u. Leipzig, 1912 Prom.; 1912 Assistent am Botan. Inst. der Univ. Tübingen; 1913 nach Straßburg; 1915 – 18 dort Bakteriologe u. Feldhilfsarzt; 1918 Habil., Privatdoz. für Botanik an der Univ. Straßburg, ab 1919 am Bot. Inst. der Univ. Freiburg i. Br.; 1921 außerord. Prof. für Botanik u. Kustos an der Univ. Bonn; 1922 ord. Prof. u. Dir. des Botan. Inst. u. Gartens der Univ. Erlangen; 1931 – 56 ord. Prof. für Botanik u. Dir. des Pflanzenphysiol. Inst. der Univ. Berlin; 1932 – 59 Mitgl. der Leopoldina.
1945 – 53 Dekan der Math.-Naturwiss. Fak. der Univ. Berlin, Jan. 1949 Wahl zum Rektor der Univ. Berlin, durch die SMA nicht bestätigt; 1946 Ord. Mitgl. der DAW, 1949 Sekretar der Klasse für Math. u. allg. Naturwiss., 1954 – 57 der Kl. für Chemie, Geol. u. Biol., 1958/59 Vors. der Sektion Biol. der DAW; gest. in West-Berlin.
Begründer einer bedeutenden Schule der Stoffwechselphysiol. der Pflanzen in Berlin; Wegbereiter der Pflanzenbiochemie in Dtl.; große Verdienste um den Wiederaufbau u. die Erneuerung der Wiss. in Berlin nach 1945.

Publ.: Photosynthese. In: Handwörterbuch der Naturwiss. (1932) 7; Die Ausgestaltung der Organismen – ein chem. Problem. Berlin 1949.
Sek.-Lit.: Nachruf von A. Pirson in: Berichte der Dt. Botan. Ges. (1965) 78 (mit Schriftenverz.); Höxtermann, E.: Auf den Spuren des Botanikers K. N. In: Nova Acta Leopoldina, Suppl. (1998) 15; Kössler, F., Höxtermann, E. (Hrsg.): Zur Geschichte der Botanik in Berlin u. Potsdam. Berlin 1999.
EkH

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