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Nöcker, Josef

* 18.10.1919, † 5.8.1989
Sportmediziner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Düsseldorf; Gymnasium; 1937 Leichtathlet u. Olympiakader für 1940 (Weit- u. Dreisprung); 1939 Medizinstudium an den Univ. Leipzig, Jena, Rostock, Freiburg u. Wien; Mitgl. der Landsmannschaft Afrania im CC zu Heidelberg.
1945 ärztl. Approbation u. Prom. an der Univ. Leipzig; 1948 Mitgl. der SG Leipzig-Lindenau, Ostzonenmeister 4x100 m, 2. Pl. Dreisprung (13,12 m); 1950 Habil. an der Univ. Leipzig mit der Arbeit »Die Nährhefe. Heil- u. Zusatznahrung«; 1955 apl. Prof., Forschung über dosierte Belastungsuntersuchungen zur Bearbeitung organ. Leistungsfähigkeit; 1956 Arzt der gesamtdt. Olympiamannschaft in Melbourne; 1957 kommissar. Ltr. der Universitätsklinik Leipzig; 1958 Carl-Diem-Preis für eine unveröff. Arbeit zur »Bedeutung des Mineralstoffwechsels für Leistungsfähigkeit u. Training des Muskels« (sein Vater nahm die Auszeichnung in Warendorf entgegen, da N. die Reise in die Bundesrep. verweigert wurde); 30.6.1959 auf der Fahrt zum Leichtathletik-Länderkampf England – DDR in London Flucht in die Bundesrep. Dtl.; danach Chefarzt der städt. Krankenanstalten Leverkusen u. ärztl. Betreuer der Leichtathletik-Abt. der SV Bayer Leverkusen; 1959 – 61 Vors. des Wiss. Aussch. des Dt. Sportärztebundes; 1961 – 69 Vors. des Aussch. zur wiss. u. prakt. Förderung des Hochleistungssports (Vorläufer des Bundesaussch. Leistungssport / BAL); 1961 – 69 persönl. Mitgl. im NOK für Dtl.; 1964 u. 1976 Arzt sowie 1968 u. 1972 Chef de Mission der bundesdt. Olympiamannschaften; Mitgl. des Gutachteraussch. der Stiftung Dt. Sporthilfe; schwere Erkrankung in Mexiko; kam bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn nahe Leverkusen ums Leben; ca. 150 Publ.; 1970 Bundesverdienstkreuz; 1976 Bergmann-Med.; 1988 Goldenes Ehrenzeichen der Dt. Gesell. für Sportmed.

Publ.: Grundriss der Biologie der Körperübungen. Berlin 1953.
VoK

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