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Novak, Helga M. (eigtl.: Maria Karlsdottir)

* 8.9.1935, † 24.12.2013
Schriftstellerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin, adoptiert; OS-Internatschule b. Berlin, Abitur; FDJ, SED; 1954 – 57 Studium der Philos. u. Journalistik an der Univ. Leipzig; danach Monteurin, Laborantin u. Buchhändlerin; 1961 Heirat nach Island; bis 1965 dort in einer Fischfabrik u. Teppichweberei tätig; Reisen nach Frankreich, Spanien u. Amerika; Rückkehr nach Leipzig; Studium am Inst. für Lit. »Johannes R. Becher«; 1966 wurde ihr, die den Soz. beim Wort nehmen wollte u. gegen die ideolog. Verplanung des Lebens protestierte, die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt; wieder in Island, dann 1967 Übersiedl. in die Bundesrep. Dtl.; lebte zeitw. in Jugosl., Frankfurt (Main) u. überwiegend in Berlin (West); 1972 Mitgl. im Verb. Dt. Schriftsteller, 1973 PEN-Zentrum; 1979 Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim; lebte seit 1987 in Legbąd (Polen); gest. in Rüdersorf.
1992 bekannte sie sich öffentl. zu früherer IM-Tätigkeit für das MfS; Mitgl. des dt. PEN-Zentrums (West).
Preise: Bremer Lit.-Preis 1968; Kranichsteiner Lit.-Preis der Stadt Darmstadt 1985; Roswitha-Gedenkmedaille der Stadt Gandersheim 1989; Gerrit-Engelke-Preis der Stadt Hannover 1994; Brandenb. Literaturpreis 1997; Ehrengabe der Bayer. Akad. der Schönen Künste 1998; Ida-Dehmel-Literaturpreis 2001.

Publ.: Aufenthalt in einem irren Haus. Neuwied 1971; Die Eisheiligen. Darmstadt 1979; Palisaden. Darmstadt 1980; Vogel federlos. Darmstadt 1982; Grünheide, Grünheide. Darmstadt 1983; Legende Transit. 1985; Silvatica. Frankfurt (Main) 1997; Solange noch Liebesbriefe eintreffen. Frankfurt (Main) 1999; Wo ich jetzt bin. Frankfurt (Main) 2005; Aus Wut. Berlin 2005; zahlr. Hörspiele.
Sek.-Lit.: Salzmann, M.: Die Kommunikationsstruktur der Autobiogr. Bern 1988; Radisch, I.: Die verlorene Tochter. In: Die Zeit (2004) 48; Bellmann, Q.: H. M. N. »Abgefertigt«. In: Dt. Kurzprosa der Gegenwart. Stuttgart 2006.
SiF; HME

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