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Nowotny, Joachim

* 16.6.1933, † 15.1.2014
Schriftsteller, Vizepräsident des Schriftstellerverbandes der DDR

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Rietschen (Oberlausitz); Vater Arbeiter; aufgew. bei den Großeltern; Lehre als Zimmermann; SED; 1951 – 54 Abitur an der ABF, 1954 – 58 Stud. der Germanistik an der KMU Leipzig; danach Lektor im Leipziger Fachbuchverlag; 1963 – 67 freier Schriftst.; 1967 – 70 Oberass., 1970 – 82 Doz. am Leipziger Lit.-Inst. »Johannes R. Becher«; seit 1982 wieder freischaff.; seit Mitte der 1970er Jahre bis 1981 vom MfS als IM »Dozent« erfaßt; ab 1974 im Präsidium des SV, 1978 – 89 dessen Vizepräs., Vors. des Aktivs Kinder- u. Jugendlit. im SV; Verfasser von Romanen, Erzählungen, Hör- u. Fernsehspielen, v. a. aber von Kinder- u. Jungendbüchern; in seinen Werken der Oberlausitzer Heimat verpflichtet; in den frühen Romanen drückt sich Technikoptimismus aus (»Der Riese im Paradies«, 1969), der später der Kritik an der Landschaftszerstörung durch den Braunkohletagebau weicht (»Letzter Auftritt der Komparsen«, 1981); 1970 u. 1971 Kunstpreis der Stadt Leipzig (im Koll.); 1971 Alex-Wedding-Preis; 1977 Heinrich-Mann-Preis; 1979 NP; 1986 Kunstpreis des FDGB.
Seit den 1990er Jahren durch einen Unfall querschnittsgelähmt; zuletzt erschien die autobiograph. Erzählung »Als ich Gundas Löwe war« (2001); gest. in Leipzig.

Publ.: Hochwasser im Dorf. Berlin 1963; Labyrinth ohne Schrecken. Halle 1967; Ein gewisser Robel. Halle 1976; Ein seltener Fall von Liebe. Halle 1978; Der erfundene Traum. Berlin 1984; Adebar u. Kunigunde. Berlin 1990.
Sek.-Lit.: Neubert, R.: Ansichten zur Lit. für Kinder u. Jungendliche u. zur poetischen Konzeption J. Ns. Berlin 1987; Straub, M.: J. N. Berlin 1989; Walther, J.: Sicherungsber. Lit. Schriftst. u. Staatssicherheit in der DDR. Berlin 1996.
ChK

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