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Nowotny, Paul (Pawol)

* 6.1.1912
Sorabist, Direktor des Instituts für sorbische Volksforschung

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bautzen; Vater Arbeiter; Kath. Aufbauschule, Abitur; 1931 – 33 Studium der Pädagogik u. Volkskunde am Pädagog. Inst. in Dresden; 1933 – 37 Studium der Germanistik u. Anglistik an der Univ. Posen; wegen führender Tätigkeit in der sorb. Studentenbew. während der NS-Zeit Gefängnis- u. KZ-Haft.
Nach 1945 Lehrer; 1947 SED u. Mitgl. des BV der Domowina; 1947/48 Gen.-Sekr. des Vorst.; 1948 Krs.-Schulrat; 1951 erster Dir. des Inst. für sorb. Volksforschung in Bautzen; erstellte 1956 die erste Übersetzung des Kommunist. Manifests ins Sorb.; 1958 Prom. zum Dr. phil. an der KMU Leipzig über ein sorabist. Thema; 1970 Prof. u. Dr. h. c. der Univ. Wrocław; Mitgl. des Internat. Slawistenkomitees u. a. wiss. Gremien; 1973 em.; Anfang der 80er Jahre Übersiedl. in die Bundesrep. Dtl.; 1990 Rückkehr in die DDR; lebt in Bautzen.
Forschungen u. Publ. zur Kultur, Lit. u. Geschichte des sorb. Volks u. zur Geschichte der Sorabistik; Hrsg. von Briefeditionen; Chefred. der Jahresschrift des Inst. für sorb. Volksforschung »Letopis«.

Publ.: Beitr. zur Geschichte der Slawistik. Berlin 1964 (Mitautor); Probleme u. Methoden volkskundl. Gegenwartsforschung. Berlin 1969; Dolnoserbske pismojstwo 1918 – 1945 [Niedersorb. Schrifttum 1918 – 1945]. Bautzen 1983.
Sek.-Lit.: Leksikon autorow serbskich kuihow 1945 – 1978 [Lexikon sorb. Buchautoren 1945 – 1978] Bautzen 1979; Zur Geschichte der sorbischen Volksforschung. In: Berliner Blätter. 1992.
BRB

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