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Obermann, Karl

* 22.9.1905, † 10.7.1987
Historiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Köln; Vater Fabrikarb.; tätig als Techniker, seit 1928 arbeitslos; Arbeit als freischaff. Journalist; Gasthörer an der Kölner Univ. (Soziol., Wirtschaftsgeschichte); 1931 SPD; zeitw. SAP; 1933 Emigr. nach Frankreich; 1936 KPD; Gasthörer an der Sorbon-
ne; tätig als freier Journalist, Veröff. erster hist. Aufsätze; 1939 – 41 Internierungslager; 1941 – 46 Emigr. in die USA; 1943 – 46 Red. der antifa. Ztschr. »The German American«.
Okt. 1946 über die UdSSR Rückkehr nach Dtl.; SED; 1947 – 49 Red. der HS-Ztschr. »Forum«; gleichz. Gasthörer an der Univ. Berlin; 1950 Prom. über die dt. Rev. 1848 an der HU Berlin; 1950 – 52 Wahrnehmungsprof. an der Brandenb. Landes-HS Potsdam; 1952 Habil. mit einer Studie über die dt.-amerik. Beziehungen während der Weimarer Rep.; 1952 – 53 Prof. mit vollem Lehrauftrag, Ltr. des Hist. Inst.; 1953 – 56 Prof. mit vollem Lehrauftrag u. 1956 – 70 ord. Prof. an der HU Berlin; 1956 im Nebenamt erster Dir. des Inst. für Geschichte der DAW (bis 1960); dort 1956 – 70 Ltr. der Abt. »1789 – 1871«; 1961 NP; 1965 Ehrenmedaille der AdW der ČSSR; 1975 VVO; 1982 Dr. h. c. der HU Berlin; 1985 Stern der Völkerfreundschaft; gest. in Berlin.
K. O. gehörte zur ersten Generation marxist.-leninist. Hist. der DDR; sein hauptsächl. Forschungsgebiet war die dt. Geschichte des 19. Jh., bes. Beachtung fanden seine Studien zur Rev. von 1848.

Publ.: J. Weydemeyer. New York 1947; Die dt. Arbeiter in der Rev. von 1848. Berlin 1950; Einheit u. Freiheit. Berlin 1950; Dtl. von 1815 – 1849. Berlin 1961; Die Wahlen zur Frankfurter Nationalvers. im Frühj. 1848. Berlin 1987.
ISK

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