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Oechelhaeuser, Gisela

* 22.1.1944
Kabarettistin, Kabarettautorin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schmauch (Ostpr./Skowrony, Polen); Vater Pfarrer, Mutter Seelsorgerin; Lehre als Uhrmacherin, 1965 – 73 Studium der Germanistik u. Romanistik an der KMU Leipzig, Dr. phil.; 1966 Mitbegr. des Kabaretts »academixer« (anfangs Amateurkabarett der KMU Leipzig, seit 1976 Berufskabarett); 1975 – 78 Hauptabt.-Ltr. Kultur, 1985 – 90 Doz. an der HS für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin; Auftritte als Kabarettistin, Regiearbeiten an der »Herkuleskeule« Dresden, an der »Distel« u. dem »Theater im Palast« in Berlin; Schauspielarbeit in Zürich, Werkstattarbeit u. Unterricht bei Amateurkabarettisten; Vors. der Sozialkommission u. 1984 – 89 Vizepräs. des Komitees für Unterhaltungskunst; 1980 – 95 verh. mit  Dietmar Keller.
Von 1990 – 99 Intendantin des Berliner Kabaretts »Die Distel«, Rücktritt wegen Kontakten zum MfS (1976 – 78 als IM »Gisela« erf.), danach freiberufl. Autorin u. Kabarettistin, u. a. im Berliner Kabarett »Sündikat«; Mitwirkung bei der TV-Serie »Der scharfe Kanal«; 1992 – 97 Moderatorin der ORB-Sendung »Am Tag, als ?«; 1998 Verdienstorden des Landes Berlin; 2002 CD »G. O. singt u. spielt Lene Voigt« (Leipzig); 2006 Auftritte im Kabarett »Kartoon« in Berlin; gibt Schauspiel- u. Kabarettunterricht; 2007 Kabarettpreis der Bundesvereinigung Kabarett.

Publ.: Hiergeblieben! Leben in Geschichten. Berlin 2005.
Sek.-Lit.: Schütt, H.-D.: Das halbstarke Lachen. Gespräche mit G. O. Berlin 1997.
GiW

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