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Pappenheim, Günter

* 3.8.1925
Vorsitzender des Rats des Bezirks Potsdam

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schmalkalden; Vater Ludwig P., Redakteur u. SPD, 1934 von den Nationalsozialisten im KZ Börgermoor ermordet, Mutter Arbeiterin; Knabenbürgerschule in Schmalkalden; 1939 – 43 Lehre u. Arbeit als Schlosser; Zusammenarb. mit Kriegsgef. u. Widerstandsarb. gegen den Nationalsoz.; im Juni 1943 bei der Gestapo Suhl denunziert u. im Betrieb verhaftet, Juni bis Aug. 1943 Haft im Gestapo-Gefängnis Suhl u. im Arbeitslager »Am Gleichberg« in Römhild; Aug. 1943 bis April 1945 Häftling im KZ Buchenwald.
1945 – 51 Angest. beim Rat des Krs. Schmalkalden bzw. Bad Salzungen; 1945 SPD, 1946 SED; 1951 Ltr. für Kader u. Schulung der Sozialversicherungsanstalt Bad Salzungen; 1952 / 53 Instrukteur für Kultur u. Volksbildung in der SED-KL Bad Salzungen; 1953 Stud. an der BPS Meiningen; 1954 / 55 Ltr. der Org-Abt. der SED-KL Bad Salzungen; 1955 – 57 Instrukteur bzw. stellv. Ltr. der Abt. Parteien u. Massenorg. der SED-BL Suhl; 1957 – 60 Stud. an der PHS des ZK der KPdSU in Moskau, Dipl.-Gesellschaftswiss.; 1960 – 1. Sekr. der SED-KL Schmalkalden u. Kand. bzw. Mitgl. der SED-BL Suhl; 1964 – 66 Stud. an der HfÖ Berlin, Dipl.-Ökonom; 1966 – 71 1. Sekr. der SED-KL Luckenwalde; 1971 – 74 Vors. des Rats des Bez. Potsdam; 1971 – 74 Abg. des Bezirkstags Potsdam, Jan. 1974 Ablösung aus gesundheitl. Gründen; 1974 – 89 Mitgl. der ZPKK; am 15.1.1990 auf eigenen Wunsch aus dem Parteiapparat der SED-PDS ausgeschieden.
Seit 1990 Mitgl. u. Schatzmeister, seit 2005 Vors. der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora; ab 2001 stellv. Vors. u. 1. Vizepräsident des Internat. Komitees Buchenwald-Dora u. Kommandos; Mitgl. der Linkspartei.

AnH

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