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Pauly, Charlotte E.

* 6.12.1886, † 24.3.1981
Malerin, Grafikerin, Schriftstellerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Stampen (Krs. Oels, Schles. / Stepin, Polen); Vater Großpächter; Gymnasium u. Abitur in Breslau; 1908 – 13 Studium der Biol., Lit., Archäol. u. Kunstgeschichte in Breslau, Heidelberg, Berlin u. Freiburg; 1914 Italien-Reise; 1915 Prom. »Der venezianische Lustgarten« an der Univ. Würzburg; während des Krieges Krankenschwester in Oels; 1917 Studium an der Stuttgarter Kunstschule bei Bernhard Pankok; 1925 – 31 Aufenthalt in Spanien u. Portugal, Reisen nach Paris u. Span.-Marokko; 1927 Studium der Malerei bei Vázquez Díaz in Madrid; 1932/33 Reise nach Griechenland u. in den Vorderen Orient; 1933 Teiln. an einer Großausstellung in Breslau; Beginn der Diffamierungen durch die Nazis, Ausschl. aus dem Künstlerbund, Ausstellungsverbot; 1933 – 45 in Agnetendorf (Riesengeb.); 1938 Reise nach England, Verbindung zur Quäkerbew.; bis 1943 Mitarb. von Alfons Paquet an der »Frankfurter Ztg«.
1946 Übersiedl. nach Berlin; Reisen nach England, in die Schweiz, nach Ungarn, Bulgarien u. in die Bundesrep. Dtl.; 1958 Bekanntschaft mit dem Grafiker  Herbert Tucholski, der ihr die Technik der Radierung vermittelte; Beginn des graf. Spätwerks, das als Motive Reiseeindrücke aufnahm u. durch seine Unbekümmertheit in den 60er Jahren starken Einfluß auf die Berliner Kunst gewann; gest. in Berlin.

Publ.: Die glückliche Halbinsel. Autobiogr. Strasbourg 1928; Der Tiger u. die Harfe. Hamburg 1944; Die Zigeunerromanzen von Federico García Lorca. Übertr. ins Dt. u. Illustr. Berlin 1978; Gemälde: Zigeuner vor der Höhle (1930), Junger Portugiese (1932), Erinnerung an Spanien (1962), Grafikmappe Sprung nach Bulgarien (1972).
Sek.-Lit.: Werner, K.: C. E. P. Dresden 1984; Kat. C. E. P. Kupferstichkabinett der Staatl. Museen Berlin 1986; Kühnel, A.: C. E. P. Verz. der Tiefdrucke (mit Bibl.). Berlin 1993.
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