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Peplinski, Franz

* 14.2.1910, † 12.11.1991
Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Brandenburg, Vorsitzender der Räte des Bezirks Frankfurt (Oder) und Potsdam

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Samotschin (Krs. Kolmar, Posen / Szamocin, Polen); Vater Zimmermann; Volksschule; 1925 – 33 Lehre als Mechaniker u. Zimmermann; 1927 RGO, 1928 KJVD; 1932 Jugendltr. des KJVD Berlin-Brandenburg; 1934 – 38 Arbeit als Zimmermann; 1939 – 45 Elektromonteur in den Siemens-Werken Berlin; nach 1933 illeg. Tätigkeit, u. a. 1933 / 34 als Betriebsinstrukteur des KJVD in Siemensstadt (Berlin-Marienfelde); 1934 KJVD-Schulung in Prag, Kontakte zur Widerstandsgr. um Anton Saefkow; 1938 / 39 19 Monate in Haft.
1945 KPD, Ltr. der KPD-Ortsgr. Zepernick; 1945 – 49 Bürgermstr. von Zepernick; 1946 SED; 1948 LPS in Schmerwitz; 1949 / 50 Landrat bzw. Vors. des Rats des Krs. Nauen; 1950 Besuch des 1. Halbjahreslehrgangs der DVA; 1950 – 52 Min. für Wirtschaft u. Arbeit der Landesreg. Brandenburg in Potsdam; Aug. 1952 bis Sept. 1956 Vors. des Rats des Bez. Frankfurt (Oder); Fernstud. an der DASR Potsdam u. der HfÖ Berlin, 1954 Dipl.-Volkswirt; 1956 / 57 Stud. an der PHS beim ZK der KPdSU in Moskau; 1957 / 58 Staatssekr. im Min. des Innern u. Ltr. des Staatssekr. für die Angelegenh. der örtl. Räte; 1958 – 60 Vors. des Bezirkswirtschaftsrats Potsdam; 1960 – 62 Vors. des Rats des Bez. Potsdam (Nachf. von  Herbert Rutschke), wg. »mangelnder politisch-ideolog. Qualifizierung u. unkrit. Verhaltens« sowie »Nichtdurchführung von Parteibeschlüssen« von dieser Funktion abberufen; 1963 – 70 Dir. des VEB Tiefbaukombinat Brandenburg; ab 1970 Rentner; ab 1974 Vors. des Bezirkskomitees der Antifasch. Widerstandskämpfer Potsdam.
Gest. in Neufahrland (b. Potsdam).

Publ.: Kämpfer an der illegalen Front. In: Beiträge zur Gesch. der Arbeiterbew., Jg. 29, Berlin 1980.
Sek.-Lit.: Kotsch, D.: Karrierewege in Brandenburg nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgesch. Berlin (1996) 47.
AnH

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