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Perk, Willy

* 27.9.1905, † 9.12.1991
KPD/SED-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dortmund; Vater Stahlarb.; Volksschulabschl.; 1919 – 22 Lehre als Metallarb. bei Krupp in Essen; nach Abschl. der Lehre arbeitslos; erst unbezahlter, dann bezahlter Funktionär des KJVD, bzw. der KPD; seit 1920 Mitgl. der Jugendltg. des DMV in Essen; 1923 KJVD; 1926 Ltr. des UB Essen; Mitbegr. der RJ; 1926 Mitgl. der BL Ruhrgeb.; Agitprop-Sekr.; 1927 KPD; 1929 Mitgl. der BL Ruhrgeb.; 1930 – 31 Mitarb. der KI in Moskau; in dieser Zeit auch Teiln. an einem militärpol. Lehrgang; Rückkehr nach Essen; 1932 Red. am KPD-Organ »Ruhrecho«; 1933 (illeg. Ltr. des RFB Ruhrgeb., später Berlin) Emigr. in die Niederlande; 1934 Rückkehr nach Dtl.; illeg. Reichsltr. des RFB; Verhaftung Ende 1934, 1935 Verurteilung zu acht Jahren Haft, die im Zuchthaus Luckau, bzw. in versch. Moorlagern verbüßt wurden, 1943 – 45 KZ Sachsenhausen.
1945 Eheschließung in Berlin mit der Tochter seiner letzten Quartiereltern vor der Verhaftung; Übersiedl. nach Herne; Mitgl. der KPD-Zonenltg. in der BBZ, Mitgl. des Sekr. der BL Ruhrgeb.; 1946 – 48 Chefred. des »Westdt. Volks-Echos«, 1948 Verbot der Ztg. durch die Besatzungsbehörden; Übersiedl. in die SBZ; SED; Mitarb. des »Neuen Dtl.«, verantw. für dessen Westausgabe; nach deren Verbot zum Chefred. des Dtl.-Senders ernannt; ab März 1951 operativer pol. Mitarb. der ZK-Abt. Arbeitsbüro-Westabt.; 1956 – 59 1. stellv. Vors. des Staatl. Rundfunkkomitees; seit 1953 Mitgl. des Zentralvorst. u. zeitw. Mitgl. des Präs. des VDP; 1959 – 63 Sekr. des Bundesvorst. des FDGB; 1959 Verdienstmedaille der DDR; 1965 VVO; 1963 – 70 Sekr. bzw. stellv. Vors. des ZA der Volkssolidarität; 1970 – 75 Arbeitsbereichsltr. bzw. Sekr. des Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer der DDR; 1975 KMO.

Publ.: Die Hölle im Moor. Frankfurt (Main) 1970.
AnL

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