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Perwuchin, Michail Georgijewitsch

* 14.10.1904, † 22.7.1978
Botschafter der UdSSR

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Jurjuzan (Gebiet Tscheljabinsk, Ural); Vater Schmied; 1919 Mitgl. des Komsomol u. der KPdSU; Schulinstrukteur u. Red.; nach Abendschulen 1922 – 29 Ausbildung zum Elektroing. am Plechanow-Inst. in Moskau;
1930 – 37 Ing., zul. Dir. in der Elektroerzeugung; ab 1937 Dir. der HV für Elektrizitätswerke (»Glawenergo«) beim Volkskommissariat für Schwerindustrie der UdSSR; 1938/39 stellv. Volkskommissar für Schwerindustrie der UdSSR; 1939/40 Volkskommissar für Elektrokraftwerke u. -industrie der UdSSR; 1940 – 44 u. 1950 – 53, 1953 – 55 stellv. Vors. u. 1955 – 57 Erster stellv. Vors. des Rats der Volkskommissare bzw. ab 1946 des Min.-Rats der UdSSR; zugl. 1940 – 42 Volkskommissar für Kohle- u. Erdölindustrie der UdSSR; 1942 – 50 Volkskommissar bzw. ab 1946 Min. für chem. Industrie der UdSSR; 1953 – 54 Min. für Elektrokraftwerke u. -industrie der UdSSR; April – Juli 1957 Min. für mittleren Maschinenbau der UdSSR; ab 1940 Mitgl. des ZK u. 1952 – 57 des Präs. des ZK der KPdSU; infolge der Entmachtung von Wjatscheslaw Molotow, Georgi Malenkow u. Lazar Kaganowitsch durch Nikita Chruschtschow 1957 wirkte er 1957/58 nur noch als Vors. des Staatskomitees für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland beim Min.-Rat der UdSSR.
1958 – 62 Botschafter in der DDR (Nachf. von  Georgi M. Puschkin); er hatte offene Meinungsverschiedenheiten mit  Walter Ulbricht; 1963 – 65 Verw.-Ltr. beim Volkswirtschaftsrat der UdSSR u. 1965 – 78 Abt.-Ltr. beim Staatl. Planungsamt der UdSSR; vier Lenin-Orden; Rotbannerorden; Held der soz. Arbeit; gest. in Moskau.

Sek.-Lit.: Kowalewa, N. et al. (Hrsg.): Molotow, Malenkow, Kaganowitsch. 1957. Stenogramma ijunskogo plenuma ZK KPSS i drugije dokumenty. Moskwa 1998.
JaF

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