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Beyer, Hans

* 6.10.1905, † 1.2.1971
Chemiker, Rektor der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Vorsitzender der Chemischen Gesellschaft der DDR

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Tischler, Mutter Kindergärtnerin; 1925 Abitur; danach Studium der Chemie, Physik u. Mathematik an der Friedrich-Wilhelms-Univ. Berlin, 1930 Dipl., 1932 Prom.; 1933 NSDAP u. SA; 1932 – 39 Assistent u. Aspirant am Chem. Inst. der Berliner Univ.; 1939 dort Habil. u. anschl. Doz. für organ. Chemie; ab 1939 Militärdienst, Oltn., Teiln. an der Schlacht bei Stalingrad, 1943 – 46 sowjet. Kriegsgefangenschaft, dort Antifa-Umschulung, NKFD.
1946 Rückkehr in die SBZ, zentrale ostdt. Entnazifizierung mit bes. Vertrauensvotum der Minister  Paul Wandel u.  Lothar Bolz, die jedoch von der Belegschaft des Chem. Inst. der Berliner Univ. wegen der NS-Vergangenheit nicht anerkannt wird; 1947 Versetzung als Prof. an die Univ. Greifswald; 1948 dort Mitbegr. der NDPD u. Mitgl. des NDPD-Hauptvorst., DSF, KB; seit 1950 ord. Prof. u. 1951 – 68 Dir. des Inst. für Organ. Chemie, 1949 Dekan der Philosoph. Fak. u. 1950 – 54 Rektor der EMAU Greifswald (Nachf. von Rudolf Gross); 1951 Einzelvertrag; seit 1953 Mitgl. der Sektion Chemie der DAW u. seit 1955 der Ges. Dt. Naturforscher u. Ärzte (Leopoldina); 1954 – 58 Abg. der Volkskammer für die NDPD; 1958 Prorektor für naturwiss. u. medizin. Forschung der EMAU; 1959 Mitgl. des Wiss. Beirats für Chemie beim Staatssekr. für Hoch- u. Fachschulwesen; 1962/63 Vors. der Chem. Ges. der DDR; 1964 ord. Mitgl. der DAW; 1965 nach universitärer Kritik an seiner Arbeit u. Ablauf seines Einzelvertrags Rücktritt als Prorektor der EMAU u. Fachrichtungsltr. Chemie; stirbt nach schwerer Krankheit kurz vor der Em.
Bedeutsamste wiss. Leistung: »Lehrbuch für organische Chemie« (Leipzig 1953, zahlreiche Nachaufl. u. a. in Frankfurt (Main), Zürich), dafür 1956 VVO u. 1961 NP.

HCR

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