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Pischner, Hans

* 20.2.1914, † 15.10.2016
Musiker, Musikwissenschaftler, Präsident des Kulturbunds

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater
Klavierbauer, Mutter Klavierlehrerin; 1931 Ausbildung zum Klavierbauer; Klavierstudium; Fachabitur; 1934 – 39 Cembalostudium, Besuch musikwiss. Vorlesungen an der Univ. Breslau; Prüfung als Musiklehrer; tätig als Cembalist u. Musikpädagoge; 1939 – 45 Kriegsdienst (Feldersatzbat.), Ltn.; 1945/46 sowj. Kriegsgefangenschaft u. Besuch der Antifa-Schule in Taliza.
1946 Rückkehr; 1946 Doz. für Klavier, Theorie u. Musikgeschichte an der HS für Musik Weimar; SED; 1947 stellv. Dir. der HS; 1949 Prof.; 1950 – 54 Ltr. der HA Musik beim Dt. Demokrat. Rundfunk in Berlin; 1950 – 53 Fernstudium an der PHS; 1954 – 56 Ltr. der HA Musik im Min. für Kultur, 1956 – 63 stellv. Minister für Kultur; 1961 musikwiss. Prom. an der HU Berlin; 1963 – 84 Intendant der Dt. Staatsoper Berlin; 1969 DAK u. Ausbildung von Mstr.-Schülern im Fach Cembalo; 1970 – 78 Vizepräs. der AdK; 1973 VVO; 1961 u. 1976 NP; 1975 – 90 Vors. der Neuen Bachges.; 1976 – 81 Mitgl. des EK des Internat. Musikrats; 1977 – 89 Präs. des KB (Nachf. von  Max Burghardt); 1981 – 89 Mitgl. des ZK der SED; Konzerte u. Schallplattenaufn., internat. anerkannter Bach-Interpret; Bundesverdienstkreuz; 2007 Ehrenmitgl. des Europ. Kulturwerkstatt e.V. Berlin/Wien.

Publ.: Musik in China. Berlin 1955; Die Harmonielehre J.-Ph. Rameaus. Leipzig 1963; Musik – Theater – Wirklichkeit. Ausgew. Schriften u. Reden. Berlin 1979; Premieren eines Lebens. Autobiogr. Berlin 1986; Tasten, Taten, Träume. Musik u. Pol. zwischen Utopie u. Realität (Autobiogr.) Berlin 2006.
ChN

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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