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Pisnik, Alois

* 8.9.1911, † 2.10.2004
1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Magdeburg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leoben (Steiermark, Österreich); Vater Arbeiter, Mutter Dienstmädchen; Volks- u. Realschule in Donawitz, Mittelschule in Bruck an der Mur; 1920 Mitgl. der Sozialdemokrat. Kinderfreunde, dann der soz. Kinder- u. Jugendorg. Österreich; 1926 der sozialdemokrat. Sportbew. u. der Freien gewerkschaftl. Metallarbeiterorg.; 1926 – 29 Ausbildung zum Maschinen- u. Elektroschlosser in Knittelfeld; 1928 SPÖ; 1930 – 33 Fernstudium am Rustinschen Lehrinst. in Potsdam, Elektro-Ing.; 1933 KPÖ; Pol.-Ltr. des Bez. Obersteiermark; 1934 Teiln. an den Februarkämpfen; Pol.-Ltr. der obersteier. LL der KPÖ; 1935 zu sieben Jahren schweren Kerkers verurteilt, 1936 amnestiert; 1937 – 40 Radiotechniker in Leoben; illeg. Tätigkeit als Instrukteur der KPÖ in der Obersteiermark; Febr. 1940 Verhaftung, Juni 1941 durch ein Sondergericht in Graz zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, inhaftiert in Halle.
1945/46 Org.-Sekr. u. Bez.-Ltr. Halle-Merseburg der KPD; 1946 SED; 1946 – 49 Org.-Sekr. u. ab Jan. 1951 – 52 2. Sekr. der SED-LL Sachsen-Anh. (Nachf. von Otto Gehre); 1950 – Dez. 1989 Mitgl. des ZK der SED; 1952 – 58 Abg. des Bez.-Tags Magdeburg; 1952 – 79 1. Sekr. der SED-BL Magdeburg; 1958 – 63 Kand. des PB des ZK der SED; zeitw. Mitgl. des Nat. Verteidigungsrats; 1958 – März 1990 Abg. der Volkskammer; 1980 – März 1990 Mitgl. des Staatsrats (Nachf. von  Friedrich Ebert); 1958 Medaille für Kämpfer gegen den Fasch.; 1961 Banner der Arbeit; 1961, 1965 u. 1969 VVO; 1970 u. 1975 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; 1971 Ehrenspange zum VVO; 1974 KMO; 1976 Held der Arbeit; 1981 Stern der Völkerfreundschaft; 1986 Großer Stern der Völkerfreundschaft.
Nov. 1993 Anklage vor dem Berliner LG wegen »Mitverantw. für das Grenzregime der DDR«, Einstellung des Verfahrens aus gesundheitl. Gründen; gest. in Rostock.

AnH; HME

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