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Poche, Klaus

(Ps. Georg Nikolaus)
* 18.11.1927, † 9.1.2007
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Halle; Vater Angest.; Volksschule, Oberrealschule; Wehrmacht, 1945 amerik. Kriegsgefangenschaft.
Nach 1945 Krankenpfleger, Lehrer u. Zeichenlehrer; 1950 journalist. Arbeit, Red. beim »Nachtexpress« (Berlin); dann Red. u. Zeichner bei der »BZ am Abend«; 1954 – 79 freischaff. Schriftst. u. Grafiker (Romanillustrationen, Schutzumschläge, Filmplakate) in Berlin; verf. anfangs Reportagen u. Kurzgeschichten (»Das OKW gibt nicht mehr bekannt«, 1961 zus. mit Hans-Oliva Hagen); 1965 erster Roman »Der Zug hält nicht im Wartesaal«, der Kriegserlebnisse u. die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit propagandist. gegen die Bundesrep. Dtl. aufbereitet; 1970 Drehbuch für das Fernsehspiel »Rottenknechte« (5 Folgen, R:  Frank Beyer); zunehmend krit. Arbeiten; zahlr. Fernsehfilme (teils mit  Jurek Becker); 1976 Mitunterz. der Protestresolution gegen die Ausbürgerung  Wolf Biermanns; 1978 sein Fernsehfilm »Geschlossene Ges.« wurde nach der Erstsendung verboten u. erst 1989 wieder ausgestrahlt; 1978 Veröff. seines autobiogr. gefärbten Romans »Atemnot« in der Schweiz, der auch die Zensurpraxis behandelt; zunehmend Konflikte u. berufl. Behinderungen, vom MfS im OV »Buch« als »feindlich eingestellter Schriftst.« erf.; 1979 Mitunterz. eines offenen Briefs an  Erich Honecker, in dem die kulturpol. Praxis kritisiert wurde; Juni 1979 deshalb zus. mit  Stefan Heym u. a. Schriftst. aus dem SV ausgeschl.; Ende 1979 Übersiedl. in die Bundesrep. Dtl.; hier zahlr. Fernsehspiele (u. a. 1981 »Collin« nach dem Roman von Stefan Heym); gest. in Pulheim (bei Köln).
1993 Mitgl. des Dt. PEN-Zentrums; Mitgl. der AdK; 1991 »Das große Fest«; 1994 »Ich klage an«; 1996 Drehbuch zu »Rosa Roth – Verlorenes Leben« (ZDF).

BRB

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