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Pollatschek, Walther

* 10.9.1901, † 1.3.1975
Kritiker, Publizist, Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Neu-Isenburg; Vater Ing.; Grund- u. Oberschule in Harburg, Worms, Amsterdam, Heidelberg; studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Theater- u. Musikgesch. in Heidelberg, München u. Frankfurt (Main); 1924 Prom. über »Hofmannsthal u. die Bühne« zum Dr. phil.; anschl. Red. u. Kritiker in Schwelm (Westfalen), 1933 entlassen; 1934 Übersiedl. nach Berlin; Verhaftung durch die Gestapo, nach der Haftentlassung Emigr. nach Spanien; 1936 erneut vorübergehend verhaftet; 1936 / 37 in Südfrankreich; Mitgl. der KPF; 1937 – 45 in der Schweiz; Arbeitsverbot, aktiv im antifasch. Widerstand; am Aufbau des BFD beteiligt.
1945 Rückkehr nach Dtl.; KPD; bis 1950 Mitarb. der »Frankfurter Rundschau«, nach Diff. über seine kommunist. Anschauungen 1950 Übersiedl. nach Berlin / DDR; SED, KB; bis 1952 Mitgl. der Red. u. Theaterkritiker der »Tägl. Rundschau«; seit 1952 freischaff. Theaterkritiker u. Publizist; machte sich einen Namen als Förderer sozialist. Gegenwartsdramatik, v. a. aber mit der Erschließung u. editor. Betreuung des Werkes von  Friedrich Wolf, das er zus. mit Else Wolf herausgab; bis 1970 Ltr. des Friedrich-Wolf-Archivs der DAK; im Zentrum des eigenen schriftsteller. Schaffens stand die Kinderlit. mit Werken wie »Bezwinge die Meere, ?Thälmann Pionier!? Ein Buch über unsere volkseigene Seefahrt« (1956); als einer der ersten sozialist. Autoren versuchte er das Gegensätzliche der Entw. nach 1945 darzustellen (»Herren des Landes«, 1951); Johannes-R.-Becher-Med.; Med. Kämpfer gegen den Faschismus; gest. in Berlin.

Publ.: Mut u. Geist. Heinrich Heine. Gadernheim 1947; Pusteblumenkinder. Eine Löwenzahngeschichte. Illustriert von L. Scherbauer. Neu-Isenburg 1949; Philip Müller. Held der Nation. Berlin 1952; Das Bühnenwerk Friedrich Wolfs. Berlin 1958; Friedrich Wolf. Sein Leben in Bildern. Leipzig 1960.
Sek.-Lit.: Kosch, W.: Dt. Lit.-Lexikon. Bern 1963.
ChK

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