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Preysing, Konrad Graf von

* 30.8.1880, † 21.12.1950
Katholischer Bischof

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. auf Schloß Kronwinkl (b. Moosburg, Isar); 1898 Abitur in Landshut; 1898 – 1902 Jurastudium in München u. Würzburg; 1902 – 06 Mitarb. in einem Anwaltsbüro in München; 1906 Bayr. Staatsmin. des Äußeren; 1907 Legationsrat an der bayr. Gesandtschaft in Italien in Rom; 1908 – 12 Studium der Theol. in Innsbruck; 1912 Priesterweihe; 1912 – 17 Erzbischöfl. Sekr. in München; 1913 Prom. zum Dr. theol.; 1917 – 21 Stadtpfarrprediger in München; 1921 – 32 Domprediger u. Domkapitular (ab 1928) in München; 1932 – 35 Bischof der Diözese Eichstätt (Niederbayern); 1935 – 50 Bischof von Berlin; in der NS-Zeit in der Fuldaer Bischofskonferenz Protagonist einer Distanz zum NS-Staat.
Seit 1945 residierend im amerik. Sektor von Berlin; 1946 Ernennung zum Kardinal durch den Vatikan; 1947 Runderlaß zum pol. Kontakt- u. Erklärungsverbot kirchl. Amtsträger in der SBZ, Vertreter eines öffentl. krit. Kurses gegen Sowjetunion u. SBZ / DDR; 1950 Vors. der Berliner Ordinarienkonferenz; Divergenzen mit in der DDR residierenden Bischöfen über die Existenzmöglichkeit der kath. Kirche in der DDR; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Adolph, W.: Kardinal P. und sein Widerstand gegen zwei Diktaturen. Berlin 1971; Leugers, A.: Gegen eine Mauer bischöfl. Schweigens. Frankfurt (Main) 1996; Knauft, W.: K. v. P., Anwalt des Rechts. Berlin 2002.
BeS

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