Biographische Datenbanken

Prokop, Otto

* 29.9.1921, † 20.1.2009
Gerichtsmediziner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in St. Pölten (Niederösterreich), Vater Arzt; Gymnasium in Salzburg; 1941/42 Med.-Studium in Wien; 1942 – 45 Militärdienst in der dt. Wehrmacht, zul. als Hilfsarzt in einem Feldlazarett.
1945 – 48 Forts. des Med.-Studiums in Bonn, 1948 Prom.; 1948 – 56 am Inst. für Gerichtl. Med. der Univ. Bonn; 1953 Habil. (b. Herbert Elbel) über »Experiment. Untersuchungen über die Sensibilisierung gegen Blutgruppenantigene«; 1956 – 87 ord. Prof. u. Dir. des Inst. für Gerichtl. Med. an der HU Berlin; 1958 – 61 nebenamtl. kommissar. Dir. des Inst. für Gerichtl. Med. u. Kriminalistik in Leipzig sowie 1958/59 nebenamtl. Lehrauftrag an der MLU Halle; 1964 Ord. Mitgl. der DAW; 1967 Mitgl. der Leopoldina; 1980 – 89 Mitgl. des Rats für Med. Wiss. beim Min. für Gesundheitswesen; 1961 u. 1981 NP; VVO; Stern der Völkerfreundschaft; Ehrenkreuz für Wissenschaft u. Kunst der Rep. Österreich; Dr. h. c. der Univ. Szeged, Leipzig, Tokio; 1987 em.; gest. in Ottendorf (b. Kiel).
Arbeitsgebiete: Immunol. der menschl. Blut- u. Serumgr., forens. Spurenkunde, Serogenetik, 1965 Entdeckung der Protectine.

Publ.: über 60 Publ., darunter Lehrbuch der Gerichtl. Med. Berlin 1960; Med. Okkultismus u. Paramed. Jena 1962 (Hrsg.); Lehrbuch der menschl. Blut- u. Serumgr. Leipzig 1963 (mit G. Uhlenbruck); Genetik erbl. Syndrome u. Mißbildungen. Berlin 1976 (mit R. Witkowski); Atlas der gerichtl. Medizin. Berlin 1992 (Mitautor); Homöopathie. Was leistet sie wirklich? Frankfurt (Main) 1995; Mozarts Tod u. die großen Schwindel: Erlebnisse eines Gerichtsmediziners. Frankfurt (Oder) 1996 (hrsg. v. Th. Grimm).
PeS

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis