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Rammler, Erich

* 9.7.1901, † 6.11.1986
Brennstofftechniker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Tirpersdorf (Vogtl.); Vater Bautechniker; Bürger- u. Oberrealschule in Halle; 1920 –25 Studium an der Bergakad. Freiberg (BAF); Versuchsingenieur bei Paul Rosin im Staatl. Hütten- u. Blaufarbenwerk Freiberg; 1927 Prom. mit experiment. Arbeiten zur Feinheit von Kohlenstaub; anschl. u. a. im Kraftwerk Böhlen, Schwelwerk Gölzau, Ing.-Büro Rosin in Dresden tätig; seit 1927 Zusammenarbeit mit der sowj. Industrie; 1933 RRS-Formel (Rosin, Rammler, Sperling) für Korngrößenzusammensetzung; 1935 ehrenamtl. Leiter einer Abt. im Braunkohlenforschungsinst. der BAF; 1936 erwarb R. Rosins Büro (dieser emigrierte 1938); 1937 NSDAP; ab 1941 Arbeit für den Dt. Braunkohle-Industrie-Verein Halle; beim Bombenangriff am 13./14.2.1945 Zerstörung des Dresdener Büros, Notbüro in Bitterfeld.
Nach dem Krieg Mitarb. im Techn. Büro Kohle des sowj. Kohlemin. u. im Inst. für Brikettierung der BAF, später hier Dir.; gleichz. Arbeit für das Techn. Büro Energie; 1949 Prof. mit Lehrauftrag u. Ltr. der Versuchsanlage »Reiche Zeche«; 1951 ord. Prof. an
der BAF; entwickelte mit  Georg Bilkenroth den Braunkohle-Hochtemperatur-Koks (BHT-Koks, Probebetrieb in Lauchhammer 1952, Prioritätsstreitigkeiten mit Gabriel Hoffmann u. Arno Nichterlein); 1951 NP; 1953 Ord. Mitgl. der DAW; 1954 – 58 Mitarb. in der Europ. Wirtschaftskommission der UNO (ECE); Ltr. des 1956 gegr. Dt. Brennstoffinst. Freiberg; 1956 Dr. h. c. (TH Aachen); 1965 em.; 1971 Ehrensenator der BAF; 1976 VVO; gest. in Freiberg.

Sek.-Lit.: Wächtler, E. u. a.: E. R. Biogr., Bibl. Leipzig 1976.
PKV

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