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Reed, Dean (Cyril)

* 22.9.1938, † 12.6.1986
Sänger, Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Denver, Colorado (USA); Vater Lehrer; OS, Kadettenschule; mit 16 Jahren erste Kompositionen u. Auftritte als Sänger; Studium der Meteorol.; 1958 Schallplattenverträge in Hollywood; 1959 Schauspielunterricht bei Paton Price; 1961 erster Erfolg mit dem Song »Our Summer Romance«; Auftritte in Chile; 1962 offener Brief an eine chilen. Ztg. zur Einstellung der Kernwaffentests (erste pol. Aktivität); 1965 Übersiedl. nach Argentinien; Teiln. am Weltfriedenskongreß in Helsinki, Repressalien u. Verhaftungen aufgrund progressiver Fernsehsendung; 1966 Übersiedl. nach Italien; erste Tournee in der UdSSR; 1970 Ehrengast bei der Amtseinführung des chilen. Präs. Salvador Allende; 1970 u. 1971 Teiln. an der Leipziger Dok.-Filmwoche; 1972 Übersiedl. in die DDR; Mitgl. des Weltfriedensrats (Kulturkommission); 1973 Teiln. an den Weltfestspielen der Jugend u. Studenten; Film »Aus dem Leben eines Taugenichts«; 1974 Film »Kit & Co.«; 1975 Film »Blutsbrüder«; Gastspiele u. Schallplatten in der UdSSR, ČSSR, Bulgarien, Polen, Ungarn u. der Mongolei; 1977 Besuch bei Yasser Arafat; 1978 in den USA zur Aufführung des Films »El Cantor«, Verhaftung wegen Beteiligung an einer Farmer-Demonstration; 1981 Ehe mit  Renate Blume; Film »Sing, Cowboy, sing«; 1986 Drehbuch zu »Bloody Heart«; Suizid, offiz. als »Unglücksfall« bezeichnet.

Sek.-Lit.: Bräuer, H.-D.: D. R. erzählt aus seinem Leben. Berlin 1980; Eik, J.: Besondere Vorkommnisse – Pol. Affären und Attentate. Berlin 1995; Schrenk, P.: Sängers Fluch. Berlin 1998; Wolter, C.: D. R. – Aus dem Leben eines Taugenichts. Berlin 1998; Ernsting, St.: Der rote Elvis – D. R. oder Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR. Berlin 2004.
RaB

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