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Reichardt, Hans

* 2.4.1908, † 4.4.1991
Mathematiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Altenburg; 1926 – 34 Studium der Mathematik u. Physik in Jena, Königsberg, Berlin (u. a. bei Issai Schur), Hamburg u. Marburg; 1932 Prom. mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Algebra bei Helmut Hasse in Marburg, hier 1934 St.-Ex.; Assistent an der Univ. Frankfurt (Main), 1935 an der Univ. Jena, 1937 an der Univ. Leipzig; 1939 hier Habil. u. Doz.; ab 1943 wiss. Mitarb. bei der Telefunken AG in Berlin.
Als Spezialist nach dem Krieg zu Reparationsarbeiten herangezogen; 1946 – 52 in der UdSSR an der Raketenentw. beteiligt; 1952 Rückkehr; Prof. u. Dir. des ersten Mathemat. Inst. an der HU Berlin; ab 1959 Ltr. der Forschungsgr. Zahlentheorie u. zeitw. im Direktorat des Inst. für reine Mathematik der DAW; 1961 VVO; 1961 u. 1966 NP; 1962 Korr. u. 1964 Ord. Mitgl. der DAW; Mitgl. der Leopoldina Halle; gest. in Berlin.
Arbeitsgebiete: Algebra, bes. Theorie der algebraischen Zahlen u. Funktionen; Differentialgeometrie; Geschichte der Mathematik; Autor, Hrsg. u. Red. zahlr. Publ.; ab 1961/62 Mitinitiator der mathemat. Schülerolympiaden u. 1965 mit Heinrich Grell der Gründung der Spezialschule für Mathematik u. Physik »Heinrich Hertz« in Berlin.

AnV

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