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Reinhold, Johannes

* 15.6.1897, † 22.8.1971
Gartenbauwissenschaftler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Zoppot (b. Danzig / Sopot, Polen); Vater Buchdrucker; Realgymnasium; 1914 – 16 Gärtnerlehre; 1916 – 19 Militärdienst; 1919 – 22 Studium an der Höheren Gärtnerlehranstalt in Berlin-Dahlem u. 1921 – 24 an der Landw. HS Berlin, 1926 – 28 Landw.-Studium an den Univ. Kiel u. Königsberg, Dipl.-Landwirt; Prom. zum Dr. phil. mit einer Diss. zur Wertabschätzung der Obstbäume; 1922 – 37 Angest. der Lehr- u. Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin-Dahlem; ab 1925 mit der Ltg. des Versuchsfelds für Gemüsebau in Großbeeren beauftragt; 1930 Privatdoz. für Gemüsebau u. -gärtner. Betriebslehre an der Landw. HS Berlin sowie Studienrat an der o. g. Anstalt in Berlin-Dahlem, 1932 Habil. mit einer Arbeit zur gärtner. Siedlung in Dtl.; 1937 – Nov. 1945 Dir. der sächs. Versuchs- u. Forschungsanstalt für Gartenbau in Pillnitz; Mitarb. im Forschungsrat des Reichsnährstands; 1938 – 45 a. o. Prof. an der Landw.-Gärtner. Fak. der Univ. Berlin; 1941 NSDAP.
1946 SED; 1946 – 50 Abt.-Ltr. an der o. g. Forschungsanstalt in Pillnitz; 1952 – 55 kommissar. Dir.; 1950 – 64 Dir. des Inst. für Gemüsebau Großbeeren der DAL; ab 1950 Prof. mit Lehrstuhl an der HU Berlin; 1958 – 60 Dekan der Landw.-Gärtner. Fak., bis 1962 Dir. des Univ.-Inst. für Gemüsebau; 1952 Ord. Mitgl. der DAL, Sekretar der Sekt. Gemüse-, Obst- u. Zierpflanzenbau; 1961 NP; 1963 Dr. h. c. der Gartenbau-Univ. Budapest; 1964 em.
J. R. brachte den wiss. Höchststand der Vorkriegszeit in die weitere Entw. von Gemüsebau sowie die gartenbaul. Lehre u. Forschung ein; Mitarb. in zahlr. Gremien, so in der Forschungsgem. Gemüse des DDR-Forschungsrats u. der Agrarkommission beim PB des ZK der SED; mehr als 450 Publ., u. a.: Der Garten. Handbuch des Kleingartenbaus, 7. Aufl. 1958; Begründer u. Hrsg. der Ztschr. »Der dt. Gartenbau«; Chefred. des Archivs für Gartenbau (1953 – 65).

SiK

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