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Renft, Klaus (eigtl.: Klaus Jentzsch)

* 30.6.1942, † 9.10.2006
Rockmusiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Jena; 1957 Gründung des Klaus-Renft-Quartetts, ab 1961 Klaus-Renft-Quintett; 1963 – 65 Ltr. der Butlers; 1969 Klaus Renft Progressiv; ab 1971 Ltr. der Klaus Renft Combo (später nur Renft), Besetzung: Thomas »Monster« Schoppe (Ges., Git.),  Peter »Cäsar« Gläser (Ges., Git.), Christian »Kuno« Kunert (Ges., Keyboards), K. R. (Baßgit.), Peter »Pjotr« Kschentz (Ges., Flöte, Sax.), Jochen Hohl (Schlagzeug); enge Zusammenarbeit mit dem Liedermacher  Gerulf Pannach (Texte, gem. Auftritt); erste Erfolgstitel: »Wer die Rose ehrt« (Gläser/ Kurt Demmler), »Zwischen Liebe u. Zorn« (Gläser/Pannach); 1972 »Cäsars Blues« (Gläser/Pannach); 1973 Goldmed. bei der III. Leistungsschau der Unterhaltungskunst; »Ketten werden knapper« (Lied zu den X. Weltfestspielen in Berlin), »Chilen. Metall« (Kunert / Demmler) – nach dem Militärputsch in Chile; LP »Klaus Renft Combo«; 1973/74 Musik für den DEFA-Film »Für die Liebe noch zu mager«; 1974 LP »Renft«; 1975 »Rockballade vom kleinen Otto« (Schoppe / Pannach) – letzter Anlaß zum Verbot in der DDR (22.9.1975), »weil die Texte mit unserer soz. Wirklichkeit nicht das geringste zu tun haben«; bereits produzierte dritte LP erschien nicht; K. R. wurde gedrängt, einen Ausreiseantrag zu stellen; 1975 Ausreise nach West-Berlin; 1975 – 81 beim Rias; 1980 LP »Rock aus Leipzig«; 1981 – 89 Tonmstr. beim Renaissance-Theater in Berlin; ab Mai/Juni 1990 wieder Tourneen von Renft, jedoch ohne Gläser u. Kunert (LP »Renft Live 1990«); Neuaufl. der Renft-LP bei Dt. Schallpl. GmbH (Rock aus Dtl., Vol. 3 u. 4).
1993 CD »Zwischen Liebe u. Zorn«; 1994 CD »Das Erbe – Wer die Rose ehrt«; auch Maler (zahlr. Ausstellungen); CD 1996 »Die schönsten Balladen«, 1996 »Live in Concert«, 1997 »40 Jahre Klaus Renft Combo«; 1996 »wegen unüberbrückbarer persönl. Differenzen« aus der Band entlassen, die Band heißt ab 1998 »Monsters Renft«, da sich K. R. den Bandnamen »Renft« 1994 patentieren ließ; 1999 CD »Als ob nichts gewesen wär«; Sommer 2001 wieder gemeinsame Auftritte; 2002 Eröffn. der Kunstausstellung »Berlin Artists« auf Malta, Ausbau eines alten Pfarrhauses in Löhma (Thür.) zu einer Kultur- u. Begegnungsstätte; 2003 CD »Unbequem woll’n wir sein – Raritäten aus den Jahren 1971 – 1975« (auch Interview-DVD unter diesem Titel); gest. in Löhma.

Publ.: Zwischen Liebe und Zorn. Autobiogr. Berlin 1997; Nach der Schlacht (Die Renft Story – von der Band selbst erzählt). Berlin 1998.
RaB

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