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Rennert, Jürgen

* 12.3.1943
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin-Neukölln; Vater Gebrauchswerber, Mutter Kontoristin; aufgew. bei der Großmutter in Berlin (West); 1953 Übersiedl. zu den Eltern in die DDR; 1959 – 62 Schriftsetzerlehre, dann Hilfspfleger in einem Krankenhaus; 1963 erste Veröff. in der Ztschr. »Neue Dt. Lit.«; 1964 – 75 Werbetexter u. Red. im Verlag Volk u. Welt; dazw. 1966/67 Wehrersatzdienst als Bausoldat; 1966 Beiträge in der eingestampften Ausgabe der »Neuen Texte 6«; 1968 Beitrag in der nach Drucklegung makulierten Anthol. »Saison für Lyrik«; ab 1972 wieder Publikationsmöglichkeiten, u. a. »Poesiealbum 75« (1973) u. »Märkische Depeschen. Gedichte« (1976); Engagement für jidd. Lit. u. jüd. Tradition, zahlr. Übers. aus dem Jidd. (u. a. Mark Rasumny, Scholem Alechem); Nachdichtungen russ., tschech. u. ungar. Lyrik (u. a. Alexander Twardowski, František Hrubín, Vladimír Holan); 1974 – 90 Mitgl. des SV; 1975 – 90 freischaff. Schriftst. in Berlin; 1979 Heinrich-Heine-Preis; 1980 Mitgl. des PEN-Zentrums DDR, dann Dtl.; bereits 1968 geriet er ins Visier des MfS, das 1984 über ihn die OPK „Igel“ anlegte; 1986 unwissentlich vom MfS als IMS „Reinhardt“ erfasst, ohne das im Weiteren konkrete Aktivitäten ersichtlich sind.
1990 – 2005 Sachbearb. im Kunstdienst der Ev. Kirche Berlin, ab 1996 dessen stellv. Ltr., zuletzt dessen Ltr.; 1991 Ehrengabe der Dt. Schillerstift. Weimar.

Publ.: Hoher Mond. Gedichte. Berlin 1983; Angewandte Prosa. Erfragtes, Zwischengefunktes, Vermittelndes. Berlin 1983; Dialog mit der Bibel. Berlin 1984; Noahs Kasten. Gedichte. Berlin 1996; Die Weihnachtsgeschichte der Christen. Berlin 1998; Verlorene Züge. Gedichte. Norderstedt 2001; Hiobs Botschaft. Gedichte. Berlin 2008.
HaF

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