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Rettmann, Fritz

* 5.2.1902, † 20.7.1981
Leiter der Abteilung Gewerkschaft, Sozialpolitik des ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Arbeiter; Volksschule; Ausbildung zum Werkzeugmacher; 1916 DMV; 1919 Freie Soz. Jugend; 1920 – 28 KAPD u. Allg. Arbeiter-Union; 1920 – 30 Werkzeugmacher in Berlin, u. a. bei AEG, Siemens, C. Lorenz; 1921 – 28 Mitgl. des geschäftsf. Vorst. der Allg. Arbeiter-Union; 1928 KPD; Mitgl. der Betriebszelle der AEG Ackerstr.; 1929 Mitgl., 1930 – 33 Gewerkschaftssekr. des Einheitsverb. der Berliner Metallarb. (EVBM); danach illeg. Arbeit als Pol-Ltr. des EVBM u. Aug. 1933 – Mai 1943 als Instrukteur für die KPD-UB Weißensee, Lichtenberg, Friedrichshain u. Kreuzberg in Berlin; Juni 1934 Emigr. in die UdSSR; 1934/35 Lenin-Schule (»Fritz Norden«); 1935 vier Wochen illeg. Arbeit in Dtl. (als Tscheche (»Egon Fuchs«); dann Emigr. in die Niederl., dort Schulungsarbeit unter KPD-Emigranten; Okt. 1936 – Juli 1938 als Angeh. der Internat. Brigaden Teiln. am span. Bürgerkrieg, IX. Internat. Brigade, Kapitän u. Politkommissar im Etkar-André-Bat.; Jan. 1937 bei Madrid schwer verwundet; März 1937 KP Spaniens; nach Verwundung Pol.-Ltr. der 2. Parteischule u. Instrukteur der Offz.-Schule in Benicasim u. bei Pozo Rubio in Spanien; Juli 1938 nach Frankreich, Schulungsltr. der KPD in Paris; 1939 Kurier der KPD-Auslandsltg. Paris; Sept. 1939 – 43 Internierung in Frankreich, zul. im KZ Gurs; Juni 1943 Auslieferung nach Dtl., Haft in der Gestapo-Zentrale in Berlin; Aug. 1943 – Apr. 1945 KZ Sachsenhausen; Apr. 1945 Todesmarsch nach Schwerin, dort befreit.
Mai 1945 Rückkehr nach Berlin; Juni/Juli 1945 Kulturltr. im Bez.-Amt Reinickendorf; Aug. 1945 – 51 1. Vors. der IG-Metall Groß-Berlin; Vorstandsmitgl. des FDGB; 1946 SED; 1952 Magistratsdir. für Berufsausbildung in Berlin; 1953 Dir. für Arbeit im VEB Großdrehmaschinenbau »7. Okt.« Berlin-Weißensee; 1955 1. Sekr. der GST-BL Berlin u. stellv. Vors. der GST; 1957 – 62 Ltr. der Abt. Gewerkschaft, Sozialpolitik des ZK der SED (Nachf. von Fritz Schellhorn); 1958 Mitgl. der SED-BL Berlin; 1959 – 72 Mitgl. des FDGB-Bundesvorst.; 1962 Mitarb. des Lehrstuhls Geschichte der HS des FDGB; ehrenamtl. Mitarb. der Westkommission des ZK der SED; 1963 Mitbegr. u. stellv. Vors. des Solidaritätskomitees für das span. Volk; Fachberatung bei der Publ. »Brigada Internacional ist unser Ehrenname«, Berlin 1974; 1962 VVO; 1975 KMO; verh. mit Maria Rentmeister; gest. in Berlin.

Publ.: Aus dem Leben eines Sozialisten. Berlin 1963; Aus dem Leben eines Spanienkämpfers. Erinnerungen eines Veteranen der rev. dt. Arbeiterbew. Berlin 1972.
ElR; BRB

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