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Richter, Friedrich (eigtl.: Friedrich Rosenthal)

* 5.6.1894, † 3.3.1984
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Brünn (Brno / Tschechien) in einer jüd. Familie; Vater Dir. einer Textilfabrik; Gymnasium; Beginn einer kfm. Lehre, abgebrochen; schauspieler. Ausbildung am Raimund-Theater in Wien; erste Theatererfahrung 1920 am Theater in Bielsko (ČSR); Heirat mit der Schauspielerin Amy (Emmi) Frank (1897 – 1980); 1921 Debüt in Neustrelitz; Engagements in Brünn, am Dt. Theater in Prag, Raimund-Theater, Lebe-Theater in Breslau, in Stuttgart u. 1928 – 32 mit Amy Frank am Schauspielhaus in Düsseldorf bei Louise Dumont u. Alfred Lindemann; 1928 KPD; 1929 Mitbegr. u. Mitgl. der Schauspielergem. »Truppe im Westen«; 1933 Engagement am Schauspielhaus Köln; März 1933 Verhaftung durch die Gestapo, Freilassung wegen tschech. Staatsbürgerschaft, Ausweisung aus Dtl.; mit Amy Frank Rückkehr nach Brünn, Prag; 1936 – 38 Emigr. in die UdSSR; Zusammenarbeit mit  Maxim Vallentin am Dt. Gebietstheater Dnepropetrowsk; danach als Pädagoge u. Schauspieler am Dt. Staatstheater in Engels; nach verleumder. Anschuldigungen auf Anraten der KI 1938 über Polen u. Schweden Emigr. nach England; im Emigrantenkabarett »24 schwarze Schafe« (Mitgl. u. a. Paul Dehmel, Annemarie Haase,  John Heartfield, Charlotte Küter); 1940 Sprecher bei der BBC London.
1948 auf Initiative von  Wolfgang Langhoff Rückkehr u. Engagement am Dt. Theater (DT); 1950/51 Theater am Schiffbauerdamm; 1952 – 70 zus. mit Amy Frank am DT; Rollen: Nathan (alternierend mit  Eduard von Winterstein, R: Adolf P. Hofmann, Amy Frank als Daja), Gloster (»König Lear«, 1957, R: Wolfgang Langhoff); seit 1950 Filmarbeit bei der DEFA, u. a. mit  Slátan Dudow (»Frauenschicksale«, 1952); SED; 1969 NP; VVO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Garderobengespräch mit F. R. In: Theater der Zeit (1975) 11.
AuR

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