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Richter, Liselotte

* 7.6.1906, † 16.1.1968
Philosophin u. Theologin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Bankbeamter, Mutter Hausfrau; Reifeprüfung in Berlin u. humanist. Abitur in Marburg; 1926 – 32 Studium der Philos., Theol., Germanistik u. Geschichte in Berlin, Freiburg u. Marburg; 1932 Staatsexamen, 1934 Prom. in Marburg zum Thema »Der Begriff der Subjektivität bei Kierkegaard«; 1929 Gründung einer kommunist. Studentengr.; 1932 – 36 erwerbslos infolge polit. Verfolgung; 1935/36 Mitarb. an der Leibniz-Edition der DAW zu Berlin mit einer nicht gewerteten Preisschrift zur »Weiterbildung protestant. Motive in Philos. u. Weltanschauungsdichtung d. Dt. Idealismus« (1946 von Eduard Spranger u. Paul Hofmann als Habil. anerkannt); 1943 – 45 Verwundetenbetreuung b. DRK.
1945/46 ltd. Referentin für Volksbildung in Berlin-Charlottenburg sowie Mitarb. in der Zentralverwaltung zur antifaschist.-demokrat. Hochschulreform; 1946 Doz. für Philos. an der Berliner Univ., Lehre in Geschichte der Philos.; 1947 Prof. mit vollem Lehrauftrag (erste Philos.-Professorin in Dtl.); 1951 zusätzl. Prom. zum Dr. theol. mit der Arbeit »Immanenz u. Transzendenz im nachreformator. Gottesbild« u. Berufung zur Prof. mit Lehrstuhl für Religionsphilos. an die Theolog. Fak. der HU zu Berlin; Hrsg. der Kierkegaard-Werke I – V (Hamburg 1960 – 64); 1965 Dr. h. c. der Theolog. Fak. der HU Berlin; 1966 nach längerer Erkrankung em.

Publ.: René Descartes. Dialoge mit dt. Denkern. Hamburg 1942; Jacob Böhme. Myst. Schau. Hamburg 1943; Leibniz u. sein Rußlandbild. Berlin 1946; Jean Paul Sartre oder die Philos. des Zwiespalts. Berlin 1949; Schöpfer. Glaube im Zeitalter der Angst. Wiesbaden 1954; Mahatma Gandhi. Berlin 1962.
Sek.-Lit.: Wenzel, C.: Von der Leidenschaftlichkeit des Religiösen. Leben u. Werk der L. R. Köln, Weimar 1999; Wenzel, C.: Frau Prof. Dr. theol., Dr. phil. habil. L. R. als Grenzgängerin. 2004.
HCR

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