Biographische Datenbanken

Rodenberg, Ilse (urspr. Weintraud-Rinka)

geb. Haupt
* 3.11.1906, † 5.1.2006
Theaterintendantin, NDPD-Funktionärin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Düsseldorf; Mutter Verkäuferin, Heimarbeiterin, Vater Arbeiter; Mittelschule, Lyzeum; 1921/22 Ausbildung zur Stenotypistin an der Handelsschule in Düsseldorf; 1925 – 38 Stenotypistin u. Sekr. in Hamburg; 1926 – 28 Ausbildung zur u. 1929 – 33 Arbeit als Schauspielerin in Hamburg; 1931 – 33 Mitgl. u. Ltr. der Schauspielertruppe »Koll. Hamburg«; 1931 – 33 KPD u. RGO; 1933 illeg. pol. Arbeit; März 1933 u. 1933/34 U-Haft u. KZ wegen Herstellung antifa. Publ.; 1943/44 zum Kriegseinsatz in der Heimmütterschule in Oberbach (Rhön) zwangsverpfl.
1945 KPD; 1945 – 48 Theaterarbeit in Hamburg, Ltr. u. Schauspielerin des pol.-satir. Kabaretts »Laternenanzünder«; 1948 Übersiedl. in die SBZ; Mitbegr. der NDP Ludwigs-
lust (im SED-Auftrag); 1948 – 50 Intendantin in Ludwigslust u. am Mecklenb. Landestheater in Neustrelitz; 1950 – 54 Mitgl. des DFD-BV; 1950 – März 1990 Abg. der Volkskammer, NDPD-Fraktion; 1950 – 58 Mitgl. des Gnadenaussch.; 1950 – 58 Intendantin des Hans-Otto-Theaters Potsdam; 1959 – 74 Intendantin des Theaters der Freundschaft Berlin (Nachf. von Josef Stauder); ab 1963 Mitgl. des Präs. des PV der NDPD u. des Präsidialrats des KB; 1967 – 82 Vors. der PKK der NDPD (Nachf. von  Jonny Löhr); ab 1964 Mitgl. des Komitees der Antifasch. Widerstandskämpfer; 1966 Mitbegr. des Verb. der Theaterschaffenden, Mitgl. des Präs., dann Ehrenpräs.; 1966 NP; 1971 VVO; ab 1974 Dir. des DDR-Büros für internat. Fragen des Kinder- u. Jugendtheaters in der DDR; 1974 – 90 Präsidentin der Association Internationale des Theatres pour l’Enfance et la Jeunesse (ASSITEJ) 1985 Dr. paed. h. c. der HU Berlin; Banner der Arbeit; Stern der Völkerfreundschaft; war verh. mit  Hans R.; gest. in Berlin.

Publ.: Die Entw. des Kinder- u. Jugendtheaters in Dtl. Berlin 1966.
BRB

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis