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Röhrer, Heinz

* 23.3.1905, † 13.6.1992
Veterinärmediziner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater kfm. Angest.; Oberrealschule; 1924 – 28 veterinärmed. Studium an der Univ. Leipzig; tierärztl. Approbation u. Prom. zum Dr. med. vet.; 1928/29 wiss. Hilfsarb.; 1930 – 32 wiss. Assistent in der Schweinepestabt. der Staatl. Forschungsanstalt für Tierseuchen Insel Riems; 1932 – 35 an der Univ. Freiburg i. Br.; 1935 – 41 in staatl. Veterinär-Untersuchungsämtern tätig; 1941 Habil. an der Med. Fak. der Univ. Köln; 1942 Doz. für vergleichende Pathol.; 1942 Prof.; bis Sept. 1945 Abt.-Ltr. bzw. Dir. (ab 1944) der o. g. Forschungsanstalt Insel Riems.
1946 – 48 techn. Ltr. der Produktionsstätte Rottenau bzw. des ges. Asid-Serum-Werks Dessau; 1948 – 70 Präs. der o. g. Forschungsanstalt (ab 1952 Friedrich-Loeffler-Inst.) für Tierseuchen Insel Riems der DAL; 1951 CDU; ab 1954 Mitgl. des Hauptvorst.; 1954 – 63 Abg. der Volkskammer; 1951 NP; Ord. Mitgl. der DAL, 1957 – 69 Sekretar der Sekt. Veterinärmed.; 1950 Prof. mit Lehrauftrag, ab 1960 mit Lehrstuhl für Virol. an der EMAU Greifswald; 1954 NP; 1955 Ord. Mitgl. der DAW; 1956 VVO; ab 1959 Vors. des Arbeitskrs. Seren, Impfstoffe u. Organpräparate beim DDR-Forschungsrat; 1960 Dr. h. c. der KMU Leipzig u. 1965 der EMAU Greifswald; 1970 em.
H. R. war maßgebl. beteiligt am Wiederaufbau der demontierten Forschungsanstalt Insel Riems, der Einführung einer internat. beispielgebenden obligator. Maul- u. Klauenseuche-Schutzimpfung sowie der Entw. der Kristallvioletvakzime gegen Schweinepest; Mitgl. u. Ehrenmitgl. zahlr. in- u. ausländ. wiss. Ges., u. a. der Weltvereinigung für Neurol. u. der Royal Society of Medicine London; Hrsg. des Archivs für Experiment. Veterinärmed. (ab 1950); etwa 100 Publ. zu experiment. Veterinärmed. u. Tierseuchenbekämpfung.

Publ.: Viruskrankheiten der landw. Nutztiere. Berlin 1953; Maul- u. Klauenseuche. Jena 1980 (mit A.-F. Olechowitz).
Sek.-Lit.: Goerttler, V.: H. R. 60 Jahre. Archiv für experiment. Veterinärmed. Sonderheft 1965; Möhlmann: H. R. ebd. 1970.
SiK

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