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Runge, Irene

geb. Kuperman (Alexan)
* 3.11.1942
Publizistin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in New York; Vater Kunsthändler u. Publizist  Georg Friedrich Alexan; Sommer 1949 Übersiedl. nach Dtl. zus. mit  Gerhart Eisler auf dem poln. Schiff »Batory«; zunächst POS in Leipzig, später Wilhelm-Pieck-Schule u. Ossietzky-OS Berlin, 1959 relegiert; danach Hilfsarbeiten bei ADN u. beim Rundfunk; 1963 – 66 u. 1971 – 85 vom MfS als IM »Stefan« erf.; 1968 – 70 Abitur in der Abendschule; 1970 – 75 Studium der Ökonomie u. Soziol. an der HU Berlin; 1976 beim DFF; 1976 – 79 dort Prom. zum Dr. oec. über ein sozialgerontolog. Thema; 1979 – 84 Forschungsarbeit an der HU, Bereich Med., Projektltr. Soziale Gerontologie (1982 Publ. »Älterwerden – Altsein«); 1983 –89 aktives Mitgl. u. Nachfolgekand. für den Vorst. der Jüd. Gemeinde Berlin (Ost); 1985/ 86 Mitbegr. der Gruppe »Wir für uns« zur Förderung der Rückkehr säkularer Juden zum traditionellen Judentum; ab 1984 wiss. Oberassistentin im Bereich Volkskunde an der Sekt. Geschichte der HU Berlin; 1988 SV; 1989/90 Gründungsmitgl., später Vors. des Jüd. Kulturvereins Berlin e. V., bis 2006 Hrsg. der Monatsschrift »Jüd. Korrespondenz«; 1990 freiw. Offenlegung der inoffiz. Tätigkeit für das MfS.
Ab. 1991 Mithrsg. der »Blätter für dt. u. internat. Politik«; 1992 Entlassung aus der HU Berlin; ABM-Stelle; 1994 arbeitslos; 1995 Mitarb. der PDS-nahen Stiftung Gesellschaftsanalyse u. Pol. Bildung e. V.; bis 2008 Mitgl. des Kuratoriums der Rosa-Luxemburg-Stiftung; 2005 nach Langzeitarbeitslosigkeit Frühberentung; publiziert zu Migrationsfragen, engagiert im jüd.-islam. Dialog; lebt in Berlin.

Publ.: Meine Himmelhölle Manhattan. Berlin 1986; Du sollst nicht immer Holland sagen. Berlin 1988; Pogromnacht 1938. Berlin 1988 (mit K. Pätzold); Markus Wolf: »Ich bin kein Spion«. Berlin 1990 (mit U. Stellbrink); Gregor Gysi: »Ich bin Opposition«. Berlin 1990; »Ich bin kein Russe« – jüdische Zuwanderung zwischen 1989 u. 1994. Berlin 1995; Was ich von u. in Dtl. wissen sollte: kleine Integrationshilfe für russ.-spr. jüdische Zuwanderer. Berlin 1995; Wir. Der Jüd. Kulturverein Berlin e.V. 1989 – 2009. Mannheim 2009 (Hrsg. mit R. Bachmann).
Sek.-Lit.: Gespräch mit I. R. In: Wroblewski, C. (Hrsg.): »Da wachste eines Morgens uff ...« Wie DDR-Bürger über ihre Zukunft denken. Hamburg 1990.; Wolffsohn, M.: Die Dtl.-Akte: Juden u. Deutsche in Ost u. West. Tatsachen u. Legenden. München 1995; Offenberg, U.: »Seid vorsichtig gegen die Machthaber«. Die jüd. Gemeinden in der SBZ u. der DDR 1945 bis 1990. Berlin 1998.
BRB

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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