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Sachse, Helmut »Joe«

* 28.10.1948
Jazzmusiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Mittweida; 1973 – 78 Studium an der Musik-HS Weimar; Mitgl. versch. Gruppen von  Manfred Schulze (Praxis II, Schulze-Formation); 1976 eigenes Quartett mit  Manfred Hering, Bassist Christoph Winckel u. Schlagzeuger Wolfram Dix, 1977 durch Pianist Hannes Zerbe zum Quintett Osiris erweitert (auf Tournee mit Gastsolisten wie Charlie Mariano, Leo Wright, Carmell Jones, Toto Blanke, Rudolf Dašek u.  Uwe Kropinski); 1978/79 Gitarrenduos mit Blanke, Dašek u. Kropinski; seit Anfang der 1980er Jahre internat. erfolgr. Duo mit Hering u. eigenes Quartett (mit Hering u. – wechselnd – Helmut Forsthoff u.  Ernst-Ludwig Petrowsky oder Heiner Reinhardt u. W. Dix), daneben Mitarb. im Petrowsky-Quartett; 1981 Amiga-LP »H. S. – Hannes Zerbe« (darauf S. im Duo mit Hering u. eigenem Sextett); 1982 Amiga-LP »Round About Mittweida« im  Konrad Bauer Quintett; 1982 FMP-LP »Pan – Vielleicht Tau« (in der Heinz Becker Group); 1983 im Trio mit Petrowsky und Koch beim Ungar. Jazzfestival Debrecen (CD »Drei Propheten«, 2004 bei Tribar Music); 1983 Amiga-LP »Die Po(e)saunenstunde« mit Günter Saalmann; 1984 CD »H. S. – solo« (FMP); 1984 Opus-LP »Bratislava Jazz Days« (im Duo mit Hering); Mitarbeit in der Gr. »Doppelmoppel« (mit Kropinski u. den Posaunen-Brüdern Bauer): 1985 Amiga-LP »1. Jazztage der DDR« u. FMP-LP »Replections«; 1985 LP Moers Music »Vario« im Günter Christmann Ensemble; seit Mitte der 1980er Jahre gelegentl. Zusammenarb. mit dem Posaunisten George Lewis u. dem Schlagzeuger u. Sänger David Moss (CD »Berlin Tango«, ITM); 1988 Amiga-LP »H. J. S. – solo« (»Goldene Amiga« 1990); 1988 in einer Werkstattbesetzung (Amiga-LP »Jazzorchester der DDR«); 1990 Solo-CD »European House«.
Seit 1990 weitere zahlr. Aufnahmen, u. a. 1992 CD »Links« bei Schlozzton (Fusions-All-Star-Treffen mit Wolfgang Mirbach, Jörg Drewing, Jack Bruce, Mark Charig, Dick Heckstall-Smith, John Marshall), 1994 amf-CD »Jimi Hendrix – If 69 was 96« (Duo mit Moschner); 1999 Victor-CD »Aventure Québécoise«; 1999 Solo-CD »Ballade für Jimi Metag«; 2004 CD »Drifting – S. plays Jimi Hendrix« bei Tribar Music; 2006 CDs »Riff« u. »Wodka mit Salz – Geschichten zum Verzweifeln«. S. gilt neben Kropinski, den Brüdern Bauer u.  Günter Sommer als internat. meistbeachteter ostdt. Jazzmusiker.

Sek.-Lit.: Bratfisch, R.: Freie Töne. Die Jazzszene in der DDR. Berlin 2005.
JoS

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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