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Sarge, Günter

* 30.12.1930
Präsident des Obersten Gerichts

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gutenfeld (Krs. Samland, Ostpr./Lugovoe, Rußland); Vater Arbeiter; 1937 – 45 Volks- u. Mittelschule; 1945 Landarb. im Krs. Nauen; 1946 FDJ; ab 1948 VP, Pol.-Offz.; 1950 SED; 1953 Juristenlehrgang; 1955 – 58 Fernstudium an der DASR Potsdam, Dipl.-Jur.; ab 1954 Militärjurist in der KVP, ab 1956 in der NVA; 1961 Dr. jur. an der HU Berlin; 1963 – 77 Vors. des Militärkolleg. des Obersten Gerichts; 1966 – 71 Fernstudium an der PHS, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1971 – 77 Vizepräs., 1977 – 86 1. Vizepräs., ab 17.6.1986 Präs. des Obersten Gerichts (Nachf. von  Heinrich Toeplitz); 1974 Gen.-Major; 1977 Entlassung aus der NVA; 1980 VVO; 1985 – 90 Präs. der Vereinigung der Juristen (Nachf. von Heinrich Toeplitz); 18.1.1990 von der Volkskammer zum Rücktritt veranlaßt.
Zulassung als Rechtsanwalt in Berlin; Rentner; Mitbegr. der Ges. zur rechtl. u. humanitären Unterstützung (GRH) u. des Solidaritätskomitees für die Opfer der pol. Verfolgung in Dtl., Dez. 1997 Mitunterz. der »Erklärung zur Diskriminierung u. Verfolgung ehem. DDR-Bürger in der Bundesrep. Dtl.«.

Publ.: Holzpantinen u. Arabesken. Berlin 1979; Volkseigentum, was es dich angeht. Berlin 1982.
HME

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