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Abrassimow, Pjotr Andrejewitsch

* 16.5.1912, † 16.2.2009
Botschafter der UdSSR

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Boguschewskoje (Gebiet Witebsk); Weißrusse; Vater Bauer; Elektromechaniker; 1933 – 41 Funktionär in staatl. u. gewerkschaftl. Org.; 1940 Mitgl. der KPdSU; ab 1941 Rote Armee, pol. Offz. im Zentralstab der weißruss. Partisanenbew.
1945 persönl. Ref. des Vors. des Rates der Volkskommissare der Weißruss. SSR u. 1. Sekr. des ZK der dortigen KP, Panteleimon K. Ponomarenko; 1946 – 48 ständ. Vertreter des Min.-Rats der Weißruss. SSR beim Min.-Rat der UdSSR; 1948 Erster stellv. Vors. des Min.-Rats der Weißruss. SSR u. dort 1950 – 52 Sekr. des ZK der KP; zugl. Studium an der Univ. Minsk, 1951 Dipl.-Hist.; 1950 – 58 Mitgl. des Obersten Sowjets der UdSSR; 1952 – 55 Erster stellv. Vors. des Min.-Rats der Weißruss. SSR u. dort 1955/56 Sekr. des ZK der KP; 1956 Übertritt in den diplomat. Dienst, 1956/57 Botschaftsrat in Peking; 1957 – 61 Botschafter in Polen; ab 1961 Mitgl. des ZK der KPdSU; 1961/62 Erster Sekr. des KPdSU-Gebietskomitees von Smolensk; Dez. 1962 – 71 Botschafter in der DDR (Nachf. von  Michail Georgijewitsch Perwuchin); er hatte maßgebl. Anteil am Viermächte-Abkommen über den Status von Berlin vom 3.9.1971; 1971 – 73 Botschafter in Paris; 1973 – 75 Ltr. der Abt. »Soz. Ausland« im ZK der KPdSU; 1975 – 83 wieder Botschafter in der DDR, dort erhielt er aufgrund seiner massiven Einmischung in innenpol. Fragen der DDR den Beinamen »Regierender Botschafter«; 1983 – 85 Vors. des Staatskomitees für Auslandstouristik; 1985 – 86 Botschafter in Tokio; zwei Lenin-Orden, Rotbannerorden, Orden der Oktoberrev., Großer Stern der Völkerfreundschaft der DDR.

Publ.: Dom na Unter den Linden – is istorii russkowo i sowetskowo posolstw w Berline. Moskwa 1978 (Das Haus unter den Linden – Aus der Geschichte der russ. u. der sowj. Botschaft in Berlin. Berlin 1978); Na diplomatitscheskom poslu, Moskwa 1987; Wspominaja proschedsije gody – tschetwert weka poslom Sowetskowo Sojusa. Moskwa 1992.
JaF

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