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Schilling, Günther

* 16.8.1930
Agrikulturchemiker, Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater Jurist; 1937 – 45 Schulbesuch in Dresden, anschl. Landwirtschaftslehrling in Rochlitz; 1949 – 51 Fachschule für Landwirtschaft in Eisenach, dort Abitur; 1951 – 54 Studium der Landwirtschaftswiss. an der FSU Jena, Dipl.-Landw.; 1954 – 56 Ergänzungsstudium Chemie an der FSU, dort 1957 –60 wiss. Ass. an der Landw. Fak., 1957 Prom. bei Gerhard Michael mit der Arbeit »Über den Gehalt mitteldt. Böden an Magnesium u. dessen Bindungszustand«; 1958 Zusatzstudium der Radiochemie an der Lomonossow-Univ. Moskau; 1960 Habil. mit der Studie »Die Aufnahme des Strontiums, seine Verteilung u. sein Bindungszustand in der Pflanze« u. Berufung zum Doz. an der FSU Jena, dort 1961 Prof. mit Lehrauftrag u. 1965 Prof. mit Lehrstuhl für Bodenkunde u. Pflanzenernährung; 1968 Mitgl. der AdL; 1969 Mitgl. der Leopoldina Halle; nach Schließung der Landw. Fak. in Jena (3. Hochschulreform) ab 1970 ord. Prof. für Physiol. u. Ernährung der Kulturpflanzen an der MLU Halle, dort 1983 – 90 Dekan der Landw. Fak.; 1982 NP; 1990 – 93 Rektor der MLU (Nachf. von  Horst Zaschke).
1994 Heinrich-Baur-Preis der TU München; 1995 em.; lebt bei Halle.
Sch.s Forschungen betreffen das Gebiet der Pflanzenernährung in seiner ganzen Breite, wobei die experimentelle Analyse der Dynamik von Nährelementen in Böden u. Pflanzen sowie der stoffwechselphysiolog. u. biochem. Grundlagen des Pflanzenwachstums im Mittelpunkt standen. Er gehörte in der DDR zu den Pionieren der Anwendung der Tracertechnik bei der Analyse von Prozessen der Pflanzenernährung; Mithrsg. der Ztschr. »Pflanzenernährung u. Bodenkunde« sowie »Archiv für Acker- u. Pflanzenbau u. Bodenkunde«.

Publ.: Magnesium – ein universeller Pflanzennährstoff. Berlin 1957; Aktuelle Probleme der Pflanzenernährung. Berlin 1967; Pflanzenernährung u. Düngung. Berlin 1982, Stuttgart 2000.
Sek.-Lit.: W. Römer: G. S. In: Personalia Halensis 1996; W. Merbach, L. Wittenmayer (Hrsg.): FS für G. S. Halle 1998; W. Mehrbach: Laudatio zur Festveranstaltung zum fünfzigjährigen Doktorjubiläum von Prof. Dr. G. S. In: Journal of Plant Nutrition and Soil Science (2007) 170.
DiH

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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