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Schlott, Volker

* 20.4.1958
Jazzmusiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Oelsnitz (Vogtl.), dort erste musikal. Ausb. an der Musikschule; 1974 – 78 Studium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin (Saxophon, Flöte, Klavier), dort seit 1995 Dozent; seit 1978 profess. Musiker in versch. Genres: in Wolfgang Fiedlers Band »Fusion« (1978 Auftritt bei der »Jazzbühne Berlin«, auf LP veröffentlicht), 1980 – 83 im Quartett von  Uwe Kropinski (1981 auf Kleeblatt-LP veröffentlicht), zeitweilig Mitgl. der Hannes Zerbe Blechband, im Trio Fiedler-Einer-Schlott (1987 LP »Unit«), im Jazzorchester der DDR (1988 Live-Doppel-LP), in der College Band (1990 CD »College – The East Berlin Guest Orchestra«) und in Workshops um Johannes Bauer, 1982 beim Music Workshop Frankfurt (Oder) erste Kompositionen für »20-Mann-Saxophon-Orchester« (»1.-3. Saxophonie«); eigene Projekte: das 1985 gegründete Bläserquartett »Fun Horns« (ursprünglich zusammen mit dem Saxophonisten Thomas Klemm, dem Trompeter Joachim Hesse und dem Posaunisten Jörg Huke – Veröffentlichungen: LP »Natural Music« (1988), CDs »Surprise« (1990), »Live in South America« (1992), »Live And Latin« (1993), »Choral Concert« (1993), »Der Mond ist aufgegangen« (1996 Preis der Deutschen Schallplattenkritik) und »Song for Horns« (2002); Duo mit U. Kropinski schon Anfang der 1980er Jahre, um den ungarischen Saxophonisten Tony Lakatos zum Trio erweitert erfolgreich bei der Warschauer Jazz Jamboree; nach 1990 wieder Duo-Arbeit mit Kropinski (CD »Dinner for One«, 1994); Solo-CD »The 12 Seasons« (1992); V. S. Quartett mit Jürgen Heckel (Gitarre), Martin Lillich (Bass) und Ulli Moritz (Schlagzeug); CD-Veröffentlichungen: »The Day Before« (1992), »Why Not« (1995 Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik) und »Akribik« (1998); seit 1995 Gruppe PAmagieRA mit Henning Schmiedt (Piano) und Ulli Moritz (Perkussion); CDs: »PAmagieRA« (1995) und »Okanagan« (1998); Duo mit dem Pianisten Dieter Kühnlein (1997 CD »Sweet Ballad Sweet«); insg. seit 1978 Mitwirkung als Musiker oder Komponist bei über 60 CD-Produktionen; internationale Tourneen mit Pierre Dorges »New Jungle Orchestra und Gebhard Ullmanns »Talam 10« durch Australien, Kanada und die USA, mit den Fun Horns durch Südamerika, Asien und Europa; Mitwirkung in internationalen Workshop-Bands von Cecil Taylor (CD »Live in Berlin«), Joachim Kühn, Tony Oxley, Rei Harakami, Simon Nabatow, John Tchicai, Harry Beckett,  Günter Sommer u. a.; Kompositionen für Theater und Hörspiele; Veröffentlichung des eigenen SpielBuchs »Saxofun« (AMA-Verlag); seit 1996 Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis und Maria Farantouri (Konzerte weltweit und acht CD-Produktionen) und mit der in Berlin lebenden Sängerin Jocelyn B. Smith aus den USA (sechs CD-Produktionen).

Sek.-Lit.: Bratfisch, R.: Freie Töne. Die Jazzszene in der DDR. Berlin 2005.
JoS

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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